Start Up: Licht im App-Dickicht

Konkurrent Apple

Bislang listet das Portal rund 2000 iOS-Apps aus 250 Kategorien auf. Je mehr Nutzer sich dort anmelden und ihre Lieblings-Apps vorstellen und bewerten, desto aussagekräftiger wird App Meister mit Sicherheit werden. Mit der Entwicklung der Nutzerzahlen ist Mitgründer Heitz zufrieden. „Die User finden und installieren Apps“, sagt er. „Es sind mehr, als wir gedacht haben.“ Die Idee der Freiburger wurde von höchster Stelle geadelt: Auch das US-Unternehmen Apple sieht ein, dass die App-Stores immer unübersichtlicher werden und wollen die Kunden an die Hand nehmen. Allerdings macht Apple es sich da ein wenig einfacher und kauft sich einfach ein Unternehmen, dass beim Finden der perfekten App hilft. Für rund 50 Millionen Dollar schluckte das US-Unternehmen den Dienstleister Chomp aus San Francisco, das genau diesen Service anbietet.

Mehr Nutzer bringen mehr Geld

Heitz und seine Kollegen konnten bei der Unternehmensgründung auf ein EXIST-Gründerstipendium zurückgreifen. Wer ein solches Stipendium beantragen möchte, braucht einen stichhaltigen Businessplan und ein wenig Unterstützung eines Gründerberaters. Wenn das Stipendium bewilligt ist, gibt es ein Jahr lang zwischen 800 und 2500 Euro pro Monat vom Bundeswirtschaftsministerium. Je nach dem, ob der Antragsteller noch studiert, schon Absolvent ist oder vielleicht sogar promoviert hat. Wer Kinder hat, kann monatlich weitere 100 Euro erwarten. Für Sachausgaben wie Geräte, Möbel und Ähnliches gibt es bis zu 10.000 Euro, Gründerteams bekommen maximal 17.000 Euro. Weitere 5000 Euro gibt es für Coachings. So können die Gründer sich voll auf ihr Projekt konzentrieren und müssen nicht nebenher Vollzeit arbeiten, um sich das neue Unternehmen leisten zu können. Die Förderung für compendii und dessen Vergleichsportal App Meister läuft noch rund fünf Monate, danach muss das Unternehmen sich selber tragen. Dafür müssen jetzt nur noch die Nutzerzahlen weiter steigen.

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Die Finanzierung des Portals ruht auf drei Säulen: Zum einen gibt es ein Affiliate-Programm mit iTunes – die Macher von App-Meister verdienen also an jeder bei iTunes gekauften App mit. des weiteren ist geplant, App-Entwicklern kostenpflichtige Vergleiche anzubieten: Die Community kann Apps also schon bewerten, bevor sie tatsächlich auf dem Markt sind. Der Entwickler zahlt dafür und erfährt, wie potentielle Kunden sein Produkt bewerten. Außerdem, so erzählt Heitz, sollen ähnlich wie die Anzeigen in den Google-Suchergebnissen , einzelne Apps besonders beworben werden. Ob die Werbe-App natürlich im Vergleich gut abschneidet, entscheidet der User.

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