Steinbrück goes social: Ein Kanzlerkandidat muss nicht twittern

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KommentarSteinbrück goes social: Ein Kanzlerkandidat muss nicht twittern

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sitzt in der Berliner SPD-Zentrale neben einem Mitarbeiter am Rechner und stellt sich seinem ersten Twitterview.

von Franziska Bluhm

In Deutschland twittern ein paar Millionen und nun auch Peer Steinbrück. Warum eigentlich?



Als im Juni diesen Jahres während der Europameisterschaft plötzlich die junge, Redakteurin Jeannine Michaelsen im Zweiten Deutschen Fernsehen begann, dem Kommentator Oliver Kahn beim Verfassen seines ersten Tweets zu helfen, war das ein seltsamer Moment. Zum einen, weil Oliver Kahn in diesem Moment offenbar etwas für ihn tat, dessen Sinn er auch nicht so recht verstand. Zum anderen weil es wieder einer dieser Versuche war, dieses Internet in eine Fernsehsendung einzubinden. Man schaute auf den Bildschirm und sah nicht Expertentum, sondern Hilflosigkeit. Hilflosigkeit bei den Protagonisten, Oliver Kahn und Frau Müller-Hohenstein, die die Jugend von heute mit ihrem Internetzeugs nicht mehr zu verstehen.

Ein ähnliches Bild vermittelte am Mittwoch Peer Steinbrück. Er twittert nun also auch und lud direkt zu einem so genannten Twitterview. User konnten dem Kanzlerkandidaten Fragen stellen, die er mehr oder weniger vollständig beantwortete. Obwohl er doch noch im September bei einem UDL Talk in Berlin verkündet hatte, nicht zu twittern.

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Social Media Steinbrück besteht im Twitter-Kreuzverhör

Der SPD-Kanzlerkandidat ist neu bei Twitter – und lud zu einem Interview. Dort erklärte er, warum er nun doch den Kurznachrichtendienst nutzt und was er von Merkel und Berlusconi hält. Die politischen Gegner spotten.

Lange hat sich der Kanzlerkandidat modernen Kommunikationswegen verweigert. Für den heutigen Mittwoch rief er zum einstündigen "Twitterview" auf und beantwortete die Fragen von Followern im 140-Zeichen Format. Quelle: dpa


Die zahlreichen Social-Media-Berater wird das freuen. Wiederholen sie doch ständig, wie wichtig es sei, dass Unternehmen, Politiker und sonstige Menschen, die etwas zu sagen haben, sich endlich mit den sozialen Medien auseinander setzen und loslegen sollen. Auch die Verfasserin dieses Textes ist nicht gerade eine Verfechterin der Social-Media-Abstinenz. Aber muss ein Kanzlerkandidat twittern?

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