Streit mit der EU-Kommission: Google soll sich nicht mehr selbst finden

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Streit mit der EU-Kommission: Google soll sich nicht mehr selbst finden

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Ein Teppich mit dem Logo von Google liegt im Frankreich-Buero des Unternehmens in Paris. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor seine Marktmacht auszunutzen.

von Meike Lorenzen und Tim Rahmann

Geht es bei der Google-Suche gerecht zu? Die EU-Kommission meint: nein. Sie will den US-Konzern nun zwingen, die Ergebnisse seiner Internet-Suchmaschine künftig anders zu präsentieren.

Halte sich Google nicht daran, müsse das US-Unternehmen mit einem Kartellverfahren rechnen, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia der "Financial Times". Nach seiner Überzeugung lenke Google den Internetverkehr größtenteils auf seine eigenen Dienste. Der Vorwurf: Das Unternehmen missbraucht seine dominante Marktstellung, um Konkurrenten wie Microsoft zu blockieren.

"Sie machen Geld mit diesem Geschäft und der starken Position im Suchmaschinen-Markt. Und das ist nicht einfach nur eine dominierende Position, ich denke - ich befürchte - dass es einen Missbrauch dieser dominierenden Position gibt", sagte der EU-Kommissar. Kritiker und Rivalen werfen Google vor, bei den Suchergebnissen Wettbewerbern schlechtere Plätze in der Rangfolge zu geben und den eigenen Produkten und Diensten so einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Im Dezember hatte die EU Google ultimativ aufgefordert, im Januar Vorschläge zur Lösung des Streits zu unterbreiten.

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Die Googlesuche ist ein komplexer Vorgang - auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht. Schließlich ist die schlichte Webseite mit dem Suchfeld einfach zu bedienen. Die Nutzerfreundlichkeit hat ihr letztlich auch ihren großen Erfolg beschert. Etwa 70 Prozent des gesamten Suchmaschinenmarktes liegen bei Google. In Europa sind es sogar 90 Prozent, weit mehr als auf dem Heimatmarkt in den USA.

Wer eine Googlesuche startet, durchsucht nicht automatisch das Internet. Vielmehr wird der sogenannte Google-Index des Netzes durchsucht. Darin befindet sich all das, was das Unternehmen im Netz gefunden und gespeichert hat. Dafür durchsucht Google das Internet mit einer Software namens "Spiders". Diese durchsucht einzelne Webseiten und folgt den Links, die darauf zu finden sind. Findet die Software auf den neuen Websides ebenfalls Links, so folgt sie auch diesen. So geht es immer weiter. Am Ende werden Milliarden Homepages im Google-Index gespeichert.

Wenn also ein Suchbegriff in das Feld eingegeben wird, wirft Google alle Seiten aus seinem Index aus, auf denen dieser Begriff zu finden ist. Weil die Anzahl der Seiten gigantisch groß ist, versucht Google die gefundenen Dokumente, Bilder, Videos und Co so zu sortieren, dass das was wirklich gesucht wird, auch unter den ersten Ergebnissen zu finden ist. Doch wie funktioniert das?

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