Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts: So könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2030 aussehen

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Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts: So könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2030 aussehen

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Die Grafik zeigt die Weltkarte mit verschiedenen Knotenpunkten.

von Niklas Dummer

Smartphones, Tablets und Elektroautos: Im Jahr 2030 dürften die technischen Errungenschaften unserer Zeit so altbacken anmuten, wie heute ein Bakelit-Telefon. Unserer Gesellschaftsform könnte es ähnlich ergehen.

In Hongkong wurde in diesem Jahr erstmals eine künstliche Intelligenz in eine Geschäftsleitung berufen. „Forschung und Technik sind heute so weit fortgeschritten, dass wir alles bauen können, was wir wollen – wir sind lediglich durch unsere Vorstellungskraft beschränkt“, meint Justin Rattner, Corporate Vice President bei Intel. Und es scheint wirklich alles möglich. Selbstfahrende Fahrzeuge könnten der Beginn von ganzen Unternehmen sein, deren „Mitarbeiter“ nur noch aus intelligenten Maschinen bestehen.

Der Schweizer Think Tank, das Gottlieb Duttweiler Institute (GDI), hat auf Rattners Gedanken aufbauend vier Szenarien entworfen, die zeigen, wie eine hochvernetzte Welt 2030 aussehen könnte und was das für Auswirkungen auf die Gesellschaftsformen hätte. Die Szenarien sollen allerdings nicht als Prognosen verstanden werden. Sie schildern Extremfälle, die in dieser Form nicht auftreten werden. Die Autoren wollen Orientierungspunkte für aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft geben.

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Zur Studie

  • Das Institut

    Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) ist ein Schweizer Forschungsinstitut und der älteste Think-Tank der Schweiz. Namens- und Ideengeber ist Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. Auf seinem Leitsatz „Der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Kapital“ basierend, erforscht und diskutiert das GDI Konsum, Handel und Gesellschaft sowie aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen.

  • Die Studie

    Das GDI entwirft in seiner Studie „Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft“ vier verschiedene Szenarien über unsere Gesellschaft im Jahr 2030. Diese Szenarien sollen nicht als Prognosen verstanden werden; vielmehr sind sie Gedankenexperimente für mögliche Lebens-, Arbeits- und Organisationsformen.

  • Das Ziel

    Die Informationsrevolution ist für den Einzelnen nur schwer fassbar – nichtsdestotrotz betrifft sie schon heute die ganze Gesellschaft. Aus Sicht der Autoren entscheidet die Vorstellung von einer möglichen Netzgesellschaft über unseren Umgang mit ihr. Wer beispielsweise glaube, Daten helfen dabei, die Gesundheit zu verbessern, wird entsprechende Technologien kaufen und Unternehmen Zugriff auf Daten zu seiner körperlichen Verfassung gewähren.

    Die Studie zeigt anhand verschiedener Szenarien, wie die digitale Revolution gesellschaftliche Strukturen, Prozesse, Einstellungen und Verhaltensweisen verändert und welche Folgen das für das Individuum und die Gesellschaft hat.

  • Die Arbeitsweise

    Innerhalb eines Workshops haben die Autoren der Studie aus aktuellen Entwicklungen in der Technik-Welt verschiedene Szenarien abgeleitet, durchgedacht und diskutiert. Orientiert haben sich die Autoren dabei an zwei zentralen Fragen: Wer kontrolliert unsere Daten? Und: Wie entwickelt sich unser Wohlstand?

Zwar ist, wie Rattner sagte, alles möglich. Aber nur weil alles möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch Realität wird. „Wenn das technisch Mögliche die Anpassungsfähigkeit der Menschen übersteigt, hängt der technische Fortschritt immer mehr vom Menschen ab“, schreiben die Autoren.

Letztendlich muss die Gesellschaft aushandeln, wo es hingeht. Die Technisierung könnte weiter fortschreiten und das, was heute wie Science Fiction anmutet, zur Wirklichkeit werden. Es könnte aber auch ganz anders kommen: Die Angst vor der totalen Kontrolle durch Staaten oder Unternehmen könnte zur Abwendung von der Technik führen.

Vier mögliche Szenarien.

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7 Kommentare zu Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts: So könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2030 aussehen

  • "...künstliche Intelligenz in eine Geschäftsleitung..."

    Vielleicht sollten wir das auch mal in der Politik einführen.
    Schlechter kann es dadurch eigentlich auch nicht mehr werden! (o:)

  • Szenario IV ist am wahrscheinlichsten. Man kann es mit aktuellen Tendenzen auch noch ausschmücken: Wiedereinführung der Leibeigenschaft, Weiterentwicklung in ein feudales, technisches Mittelalter.

    Es sei denn, es raffen sich genug Leute auf, selbst zu denken und zu handeln. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • Was mit "selbst denkenden Leuten" passiert, sieht man an PEGIDA!

    Der Feind der Freiheit ist dieses Wirtschaftssystem bzw. die "selbstbestimmte Versklavung"!

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