Studie zu mobilen Endgeräten: Die Deutschen lieben ihr Smartphone

Studie zu mobilen Endgeräten: Die Deutschen lieben ihr Smartphone

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Erstmals ist das Smartphone häufiger in deutschen Haushalten verbreitet als das Laptop.

Das Smartphone ist das meistgenutzte mobile Endgerät - und hat damit den Laptop abgelöst. Wearables und das Internet der Dinge müssen sich erst noch auf dem Markt etablieren. Denn Nutzer werden immer anspruchsvoller.

Das Smartphone ist die neue Nummer eins in den deutschen Haushalten. Erstmals sind sie weiter verbreitet als Laptops. Das ist das Ergebnis der aktuellen Global Mobile Consumer Survey. Drei Viertel der befragten Konsumenten besitzen ein smartes Telefon, 72 Prozent ein Laptop. Besonders gefragt sind Smartphones in der Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen: 90 Prozent der Befragten geben an, ein smartes Telefon zu nutzen.

Aber der Trend setzt sich auch in der höheren Altersgruppe durch. Selbst bei Konsumenten über 65 Jahren ist das Smartphone weiter verbreitet als das Standard-Mobiltelefon. Immerhin: Noch 29 Prozent aller Befragten besitzen ein Standard-Mobiltelefon.

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Vor allem das Interesse an Tablets ist laut der Studie rasant gestiegen: Waren es 2014 ungefähr ein Drittel der deutschen Haushalte, die mit einem Tablet ausgestattet waren, sind es 2015 fast die Hälfte. Und der Trend wird sich laut Expertern weiter fortsetzen: Denn fast ein Fünftel der deutschen Befragten planen, sich in den kommenden zwölf Monaten ein Tablet zu kaufen. Der Markt für eReader scheint hingegen gesättigt zu sein. Denn die Verbreitung des mobilen Endgeräts stagniert auf dem Vorjahresniveau.

Global Mobile Consumer Survey

  • Was ist Global Mobile Consumer Survey?

    Die Global Mobile Consumer Survey ist eine weltweit durchgeführte Studie, bei der die Konsumenten zu ihren Nutzungsgewohnheiten, zu ihrer Haushaltsausstattung oder Offenheit gegenüber neuen Mobilfunkangeboten befragt werden. Die Studie wird im Auftrag von Deloitte durchgeführt. Die Befragung findet 2015 zum fünften Mal statt.

  • Teilnehmer

    Weltweit nahmen 49.500 Konsumenten aus 31 Ländern an der Studie teil. In Deutschland wurden 2000 Konsumenten zwischen 18 und 75 Jahren befragt.

2013 wurde die Smart Watch auf dem Markt eingeführt. Doch der Durchbruch blieb bisher aus: Nur in drei Prozent der Haushalte gibt es eine Smart Watch. Doch vor allem bei iPhone-Nutzern scheint das mobile Endgerät so langsam Interesse zu wecken: 15 Prozent planen, eine Smartwatch zu kaufen. Experten gehen davon aus, dass die gestiegene Nachfrage mit dem Marktstart der Apple Watch zusammenhängt.

Der App-Hype ist vorbei

Ihre mobilen Endgeräte benutzen die deutschen Konsumenten vor allem, um Online-News zu lesen. An zweiter Stelle steht das Streamen von Short-Form-Videos.

Der Hype um Apps ist hingegen vorbei. Die Befragten laden Apps nur dann herunter, wenn sie sich davon einen Mehrwert versprechen.

Die Konsumten neigen dazu, ihre Smartphones in kurzen Abständen durch bessere Modelle zu ersetzen: 58 Prozent der genutzten Smartphones sind jünger als 1,5 Jahre. Die meisten kaufen das smarte Telefon im Online-Shop. Dort dominieren die reinen Internethändler – bedingt durch die starke Marktposition von Amazon. Nur jeder Dritte stattet sich im Geschäft mit einem smarten Telefon aus. Die Ausnahme bilden die Konsumenten über 55 Jahren. Sie kaufen lieber vor Ort.

LTE hatte bisher nur mäßigen Erfolg. Das hat sich aber in den vergangenen 12 Monaten geändert: Mittlerweile nutzen 22 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden die Breitbandverbindung. Der Anstieg um 14 Prozentpunkte hängt laut Experten vor allem mit besseren Tarifangeboten zusammen. Trotzdem nutzen die Kunden am häufigsten Wi-Fi, um im Netz zu surfen. Der Grund: datenintensive Audio- und Videostreams. Durch Wi-Fi sparen sie Datenvolumen.

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Das Internet der Dinge ist auch weiterhin für viele Haushalte ein unbekannter Begriff. Während sich vernetzte TV-Geräte und Spielekonsolen bereits auf dem Markt etabliert haben, sind Wearables, Smart-Home-Hardware und Connected Cars weiterhin Nischenprodukte. Gerade weil das Internet der Dinge Daten in unbekanntem Ausmaß erfasst, stehen viele Konsumenten dieser Entwicklung skeptisch gegenüber: In allen Altersklassen lehnen 42 Prozent der Befragten die Weitergabe ihrer Daten grundsätzlich ab.

Das Fazit der Studie: Nutzer werden immer anspruchsvoller. Sie akzeptieren nicht mehr alle Angebote bedenkenlos. Stattdessen informieren sie sich verstärkt über den Mehrwert und Alternativen. Die Konsequenz: Die Etablierung neuer Produkte auf dem Markt dauert länger.

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