Tablets: Google kommt mit Tablet-PC zum Kampfpreis

Tablets: Google kommt mit Tablet-PC zum Kampfpreis

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Auf der jährlichen Entwickler-Konferenz hat Google den ersten eigenen Tablet-PC vorgestellt

von Thomas Kuhn

Die Konkurrenz bringt sich gegen Apples iPad in Stellung. Nur eine Woche nach Microsoft stellt nun auch Internetriese Google seinen eigenen Tablet-Computer vor. WirtschaftsWoche Gadget-Inspektor Thomas Kuhn erklärt, warum der – trotz Sparpreis – kein Selbstläufer wird.

Nur gut eine Woche, nachdem Microsoft auf einer Pressekonferenz in Los Angeles seinen ersten eigenen Tablet-Computer mit dem Namen Surface vorgestellt hat, zieht nun Google nach. Auf der Input/Output, Googles jährlicher Entwickler-Konferenz, hat Firmen-Mitbegründer Sergej Brin mit dem Nexus 7 einen eigenen Tablet-PC vorgestellt. Ähnlich wie beim ersten Google-Handy, dem gemeinsam mit Samsung entwickelten Nexus One, haben die Kalifornier auch beim neuen Tablet-Computer mit einem Hardware-Partner zusammengearbeitet – in diesem Falle dem taiwanischen Elektronik-Spezialisten Asustek.

Mit einer Display-Diagonale von sieben Zoll, knapp 18 Zentimetern, liegt Googles neuer Flachmann ein knappes Viertel unter Apples iPad. Auch bei den technischen Spezifikationen wie der Bildschirmauflösung von 1280x800 Pixel, einer 1,2 Megapixel-Kamera und nur acht Gigabyte Programm- und Datenspeicher reicht das neue Nexus nicht an den Branchenprimus heran. Einen technisch vergleichbar ausgerüsteten Tablet-Rechner auf der Basis von Googles Android-Betriebssystem zu entwickeln, war aber augenscheinlich auch nicht das Ziel der Nexus-Partner.

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Auf der Suche nach neuen Nutzern

Derlei Computerflundern sind mit Samsungs GalaxyTab, Motorolas Xoom2 oder den Iconia-Tablets von Acer längst im Handel. Immerhin, mit der brandneuen Version 4.1 von Googles Betriebssystem Android – bisher bekannt unter dem Code-Namen „Jelly Bean“ – kann das Nexus 7 mit einer grundlegenden technischen Innovation aufwarten.

Vor allem aber wollen Google und Asustek offenkundig mit einer bewusst aggressiven Preisstrategie ganz neue Nutzergruppen für den Tablet-Markt erschließen. Während Apple für das günstigste aktuelle iPad nicht weniger als 479 Euro in Rechnung stellt, geht das neue Nexus 7 zu einem Preis von rund 200 Dollar für nicht einmal die Hälfte an den Start. Vorerst jedoch nur in den USA, Australien, Großbritannien und Kanada. Andere Länder würden bald folgen, hieß es. Für 50 Dollar Aufpreis, gibt’s 16 Gigabyte Speicher zusätzlich. Neben einigen eher spartanisch ausgestatteten Android-Tablets wie dem 250-Euro-Modell G9 von Archos markierte bisher Amazons 199-Dollar-E-Book-Reader Kindle Fire die Preisuntergrenze für Android-basierende Tablet-PCs.

Allerdings wird der zum einen bisher nur in den USA angeboten. Zum anderen hat Amazon dem Gerät eine ganz eigene Benutzeroberfläche verpasst und die Möglichkeit Zusatzprogramme nachzuladen, auf das eigene Software-Portal limitiert. Für Amazon, das sein Geld über den Verkauf digitaler Bücher an Fire-Nutzer verdienen will, ist das schlüssig. Für Google aber, dem im Wettstreit mit Tablet-Marktführer Apple an einem möglichst großen Hardware-Angebot gelegen ist, auf dem die Zehntausende verfügbaren Android-Apps laufen, ist Amazons Fire keine nennenswerte Verstärkung.

Was Wunder also, dass es der Internet-Riese nun selbst versucht. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Samsung beim Smartphone Nexus One sind ermutigend. Das High-End-Handy, das inzwischen in überholter, technisch erweiterter Version als Galaxy Nexus angeboten wird, heimste reihenweise gute Kritiken ein. Dass der Vertrieb zunächst stockte, lag nicht an der Hardware, sondern daran, dass Google das Telefon anfangs ausschließlich selbst, über einen eigens eingerichteten Online-Shop, verkaufen wollte.

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