Digitale Welt: Telefonieren im Browser

von Thomas Kuhn

In den Labors von Chrome und Firefox arbeiten die Entwickler an einer Technik, die eigenständige Dienste wie Skype oder Viber schon bald überflüssig machen könnte. Telefonate und Videokonferenzen laufen dann ohne Umwege direkt über den Browser.

Während die Netzgemeinde noch streitet, ob neue Kommunikationsdienste wie Viber den etablierten Webtelefonie-Angeboten à la Skype womöglich den Rang ablaufen, bahnt sich in den Labor der Browser-Entwickler eine Revolution an, die beide – Jäger wie Gejagten – schon bald überflüssig machen könnte. Dann nämlich mutiert die Internet-Software selbst zum Telefon und Videokonferenz-System.
Möglich macht das ein Web Real-Time Communication genanntes Verfahren – kurz WebRTC –, das die direkte Echtzeitkommunikation zwischen zwei Browsern ermöglichen soll. Die Technik wird gegenwärtig beim World Wide Web Consortium standardisiert. Vorteil von WebRTC: Eine zusätzliche Software, über die die Sprach- oder Videoverbindungen aufgebaut wird, wird überflüssig.
Erfüllen sich die Hoffnungen der WebRTC-Protagonisten – unter anderem wird die Standardisierung maßgeblich von Google, Mozilla und Opera unterstützt –, dann reicht es in aus einen Browser auf seinem PC, Tabler oder Smartphone installiert zu haben, der die Kommunikationstechnik unterstützt. Weitere Programme, oder auch ein (kostenpflichtiges) Nutzerkonto bei einem Dienstleister wären nicht mehr von Nöten.

WhatsApp, Facebook, Skype Sicherheitsexperten raten von Schnüffel-Apps ab

Die WirtschaftsWoche hat eine Analyse über das Sicherheitsrisiko der meistverwendeten Apps in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die beliebtesten Apps in Deutschland gehören auch zu den gefährlichsten.

huGO-BildID: 26193087 An employee poses with Samsung Electronics' Galaxy phones at a store in Seoul in this March 14, 2012 file photograph. Samsung Electronics is the world's largest smartphone manufacturer and biggest user of Google's Android operating system. Later on May 3, 2012, it will launch the Galaxy S3, the latest addition to its flagship range of smartphones. Juniper Research expects Samsung to remain the No.1 smartphone manufacturer this quarter. REUTERS/Kim Hong-Ji/Files (SOUTH KOREA - Tags: BUSINESS TELECOMS SCIENCE TECHNOLOGY) Quelle: Reuters

ganz abgesehen davon, dass diese direkte, web-gestützte Kommunikation das durch sogenannte Over-the-Top-Dienste (OTT) wie WhatsApp oder iMessage ohnehin unter Druck stehende Geschäft der Mobilfunker noch zusätzlich in die Zange nehmen – die Technik bedroht auch die OTT-Spieler selbst. Und zwar nicht nur stark auf Konsumenten ausgerichtete Online-Angebote wie Skype oder Viber.

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