Telefonüberwachung: Mit neuer App spurlos telefonieren

Telefonüberwachung: Mit neuer App spurlos telefonieren

Verschleiert, verschlüsselt und nirgendwo gespeichert: mit der App "Untraceable Calls" soll Telefonieren wieder Privatsache werden. Eine Firma aus Israel leitet dazu Anrufe über nicht vergebene Nummern um.

Privatsphäre zählt, Privatsphäre ist unser Recht - das ist das Motto von Joliper. Die israelische Firma hat eine App entwickelt, mit der man telefonieren können soll, ohne überwacht zu werden. In Deutschland sammelt die NSA einige, in den USA alle Daten zu Telefongesprächen - also wer wann mit wem wo kommuniziert hat. Auch die CIA kauft diese Daten für 10 Millionen Dollar im Jahr von der Telefongesellschaft AT&T.

Mit "Untraceable Calls" (nichtverfolgbare Anrufe) soll das nicht mehr passieren: Ruft man über die App einen anderen Nutzer an, sind für beide keine Daten erkennbar. Die App speichert nicht, wer miteinander verbunden wird oder wie lange man gesprochen hat. Auch der Mobilfunkanbieter kann diese Daten nicht abrufen.

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Joliper kauft dazu nicht vergebene Nummern bei Mobilfunkanbietern auf. In der App kann man seine normale Kontaktliste aufrufen und die Nummer der Person auswählen, die man anrufen will. Joliper nimmt diese Anrufe entgegen, tauscht die Nummern von Anrufer und Empfänger gegen eingekaufte Nummern aus und verbindet die beiden Leitungen. Die Verbindung läuft also nicht über das Internet.

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Um jemanden mit "Untraceable Calls" anzurufen, brauchen beide die App. Auslandsgespräche sind aktuell noch nicht möglich. Die App gibt es im Moment nur für Android in Deutschland und 13 anderen Ländern, sie ist gratis. Anmelden muss man sich nicht. Laut Joliper entspricht die Gesprächsqualität einem normalen Anruf, die Verbindung herzustellen dauert etwa 20 Sekunden. Aber die Anrufe kosten: Weil Joliper aber die Gesprächsdauer nicht speichert, verkauft die Firma stündlichen, täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Zugang. In der Zeit kann man so viel telefonieren, wie man möchte. Eine Stunde Zugang kostet einen Dollar, ein Tag kostet vier, eine Woche sieben, ein Monat 20 Dollar.

Ganz ohne Datenspeicherung geht es aber doch nicht. Bezahlt werden die Telefonate bei Google Play oder PayPal. Google bekommt von Joliper eine Quittung mit der Bankverbindung der Kunden und eine Transaktionsnummer. Die US-Behörden könnten also über Google herausfinden, wer die App benutzt. In den USA könnte Joliper auch gezwungen werden, aufzuzeichnen, wer mit wem verbunden wird.

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