Topraks Technik Talk: Computer gegen die Krise

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Langfristig steuert die Jobbörse die Auftragsplanung automatisch: Ein Passanten studiert die Stellenangebote einer Zeitarbeitfirma

Kolumne

Finanzkrise, Rezession, Autoflaute: wiwo.de-Autor Mehmet Toprak hat angestrengt nachgedacht und glaubt, dass Computer die besten Krisen-Töter sein könnten.

Jeden Abend die gleichen Bilder in den Fernsehnachrichten. Menschen, die ratlos vor ihrer Firma zusammenstehen, weil sie nicht wissen, wie es weitergeht. Betriebsräte und Unternehmenssprecher, die gestanzte Phrasen in die TV-Mikrofone sprechen. Da der Abschwung die logische Konsequenz des Aufschwungs ist, müsste es eigentlich möglich sein, sich gesellschaftlich besser darauf einzustellen. Etwa so wie man Wellen reitet, die auch einem bestimmten Rhythmus gehorchen. Und Wellenreiten soll ja sogar Spaß machen.

Unser Surfboard für die Auf- und Abschwünge der Wirtschaft heißt Computer. Schließlich wäre die Finanzkrise ohne Computer und Internet kaum in dieser Heftigkeit ausgebrochen. Ohne den schnellen Datenaustausch übers Web, mit denen Banker Kreditpakete vertickern, ohne Computer, die Tausende von Finanzpaketen blitzschnell nach bestimmten Kriterien neu sortieren, wäre der Spekulations-Wahnsinn nicht möglich gewesen. Die Technik hat uns da reingeritten, die Technik muss uns also auch wieder raushelfen.

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Hausmeister mit Saxofon

Dafür brauchen wir folgendes Werkzeug: Internet-Jobbörsen, PC mit schnellem DSL-Anschluss, Smartphone mit Internet- und E-Mail-Funktionalität und ein leistungsfähiges Projektmanagement-Tool.

Erster Schritt: Jeder meldet sich bei einer Job-Börse im Internet an. Dabei gibt er ein komplettes und differenziertes Profil ein. Dazu gehört alles, womit sich irgendwie Geld verdienen lässt, also eventuell auch Hobbys und private Interessen.

Nehmen wir ein Beispiel. Klaus hat eine Ausbildung zum Facility Manager gemacht, kann als Fernseh-Techniker Satelliten-Receiver aufstellen, Lkws fahren, kennt sich mit Gartenarbeit aus, und spielt in seiner Freizeit Saxofon. Das klingt abstrus, aber es ist ja nur ein Beispiel. Das sind die Fähigkeiten (neudeutsch: "Skills"), mit denen er sich in der Jobbörse präsentiert.

Alle Jobangebote laufen über E-Mail ein. Er macht einen Monat lang die Urlaubsvertretung für einen Hausmeister und pflegt am Samstag den Garten eines Villenbesitzers. Manche Jobs passen so gut in sein Profil, dass er einfach auf OK klickt, dann wird automatisch der entsprechende Zeitraum für das Projekt im Terminkalender geblockt. Während er in einem Job arbeitet, sucht sein Software-Agent im Web weiter nach neuen Aufträgen.

Klaus schneidet gerade die Rosen im Garten des Villenbesitzers, als auf dem Display seines Blackberrys ein neues Angebot aufpoppt: Satellitenschüsseln in einer Wohnanlage justieren. Er klickt auf "Ablehnen", weil die Gage zu niedrig ist. Das Geld für seine verschiedenen Jobs wird nahezu automatisch über ein einheitliches Bezahlsystem überwiesen, ähnlich dem heute schon üblichen Paypal.

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