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TV-Markt: Apple versetzt die Hersteller in Aufregung

von Thomas Kuhn

Apples Fernseher iTV ist weder auf der IFA zu sehen, noch überhaupt offiziell angekündigt. Der mögliche Einstieg der Kalifornier ins TV-Geschäft könnte jedoch die gesamte Herstellerbranche auf den Kopf stellen. Eine Analyse.

Bilder, wie sie es in der westlichen Welt erst seit Apple regelmäßig gibt: Lange Schlangen für ein begehrtes und knappes Gut. Diesmal ist das neue iPad von Apple - das genauso heißt -

das neue Apple-Gadget, das weltweit für lange Schlangen sorgt. Denn um acht Uhr Ortszeit begann heute am 16. März der Verkaufsstart für das neue Gerät zunächst in Asien und Australien. Hier wartet ein iPad-Fan vor dem Apple-Store in Sydney (Australien).

Bild: rtr

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"Ganz im Vertrauen", raunte mir der Manager eines großen koreanischen TV-Herstellers auf dem Weg zur Messe zu, "das Teil wird der Hammer". Dabei ist "das Teil", von dem er sprach und mich dann bat, weder seinen Namen noch den seines Arbeitgebers zu nennen, nicht einmal auf der IFA zu sehen. Offiziell ist nicht einmal seine Existenz bisher bestätigt.

Und doch ist ein Produkt in diesen Tagen in Berlin immer wieder Thema auf den Messeständen der TV-Produzenten: Jener – vielleicht – iTV genannte High-Tech-Fernseher mit – vermutet – wieder revolutionärem Bedienungskonzept, den Apple – angeblich – gegenwärtig mit Hilfe asiatischer Hardwarepartner entwickelt und – möglicherweise – 2013 auf den Markt bringt.

Glaubt man den Gerüchten, so könnte sich der Fernseher optisch an das Design der großen Apple Cinema Displays anlehnen und in Formaten von 40 bis 60 Zoll auf den Markt kommen. Eine Kamera im Display-Rahmen wird Video-Chats ermöglichen, wie das über den Facetime-Dienst auf iPhones und iPads schon heute funktioniert. Statt sich noch mit Fernbedienungen herumplagen zu müssen, sollen iTV-Nutzer ihr Gerät voraussichtlich per Sprache steuern können – analog dem digitalen Assistenten Siri aus dem iPhone. Und natürlich wäre eine direkte Verknüpfung mit dem inzwischen zum Multimedia-Shop aufgebohrten iTunes die logische Konsequenz.

Seit Jahren verdient kaum noch ein Hersteller Geld

Sollte, könnte, wäre – ziemlich viel Konjunktiv für eine Branche, die gegenwärtig zwar ein enormes Innovationstempo an den Tag legt, zugleich aber unter rasantem Preisverfall und – euphemistisch formuliert – steigerungsfähiger Profitabilität ächzt.

So ist nach dem breiten Marktstart von 3-D-Displays im vergangenen Jahr, in diesem Jahr die Konvergenz von traditioneller TV-Welt und Internet das Trendthema. Daneben beginnen soeben die gleichzeitig extrem brillanten und energiesparenden OLED-Displays die Wohnzimmer zu erobern. Dennoch gelingt es seit Jahren kaum noch einem der Hersteller, nennenswert Geld mit seiner TV-Sparte zu verdienen. Prominenteste Folge dieser Entwicklung: Branchen-Schwergewicht Philips hat seine Fernseher gerade erst als Juniorpartner in ein Joint Venture mit dem chinesischen Monitor-Produktionspartner TPV Technology ausgelagert.

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