Umfrage: Jeder Dritte würde gerne mit dem Smartphone bezahlen

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Umfrage: Jeder Dritte würde gerne mit dem Smartphone bezahlen

Vor allem an Tankstellen wollen immer mehr Nutzer gerne auf den Geldbeutel verzichten. Warum die Kluft zwischen dem Wunsch der Kunden und der Realität immer noch so groß ist.

Die Deutschen wollen mit ihrem Smartphone nicht nur im Internet Surfen und Nachrichten verschicken. Inzwischen scheinen sie auch bereit für das mobile Bezahlen zu sein – zumindest an Tankstellen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest, die vom Online-Bezahldienst Yapital in Auftrag gegeben wurde.

Danach würden 33 Prozent der Befragten bei Shell, Aral und anderen Unternehmen gerne mit dem Handy bezahlen. Von den 40 Millionen Smartphone-Besitzern in der Bundesrepublik würden sogar 43 Prozent das Handy an der Kasse zücken, also mehr als 17 Millionen potenzielle Kunden. Überraschend: Auch ein Viertel der Befragten ohne Smartphone würde an der Tankstelle gerne eine mobile Bezahllösung nutzen.

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Auch im öffentlichen Personennahverkehr, in Super- und Drogeriemärkten scheint der Bedarf zu wachsen. 33 Prozent aller Befragten und 45 Prozent der Smartphone-Besitzer (18 Millionen Menschen) würden ihre Bus- und Bahntickets gern mobil bezahlen – genau wie 21 Prozent der Menschen ohne Smartphone. 30 Prozent aller Befragten, 41 Prozent der Smartphone-Besitzer und ein Fünftel (20 Prozent) der Verbraucher ohne Smartphone würde in Supermärkten und Drogerien gern Mobile Payment nutzen.

Wo die Deutschen gerne mit dem Smartphone zahlen würden

  • An Tankstellen

    33 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um an Tankstellen zu bezahlen.

  • Im Öffentlichen Personennahverkehr

    33 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um im Öffentlichen Personennahverkehr zu bezahlen.

  • In Supermärkten und Drogerien

    30 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um in Supermärkten und Drogerien zu bezahlen.

  • In lokalen Geschäften

    29 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um in lokalen Geschäften wie Elektronik- oder Modehändlern zu bezahlen.

  • In der Gastronomie

    29 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um in der Gastronomie zu bezahlen.

  • In Online-Shops

    27 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um in Online-Shops zu bezahlen.

  • Im Taxi

    25 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um im Taxi zu bezahlen.

  • Bei Rechnungszahlungen

    23 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne für Rechnungszahlungen nutzen.

  • An Kiosken

    15 Prozent der befragten Personen würden ihr Smartphone gerne nutzen, um an Kiosken zu bezahlen.

  • Methodik

    Auswahl der Interviews: 1002 Interviews in Deutschland

    Grundgesamtheit: Personen in Privathaushalten in Deutschland ab 14 Jahren

    Erhebungsmethode: Befragungen durchgeführt als Telefoninterviews

    Herausgeber: Yapital Financial AG

Hohes Interesse bestünde laut Umfrage auch an Zusatzfunktionen, wie einem aktuellen Überblick über getätigte Ausgaben. Dies wäre ein Mehrwert des Bezahlens mit dem Smartphone, der sie überzeugen würde.

Auch Schnelligkeit steht hoch im Kurs: 28 Prozent aller Befragten und 37 Prozent der Smartphone-Besitzer würden einen gegenüber herkömmlichen Methoden schnelleren Bezahlvorgang durch Mobile Payment zu schätzen wissen. Dazu passt, dass insbesondere die 14- bis 29-Jährigen (83 Prozent) lange Warteschlangen an der Ladenkasse stören und 43 Prozent der 30- bis 39-Jährigen genervt sind, wenn sie einen Umweg zur Bank machen müssen, um Bargeld zu holen.

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So positiv die Zahlen auch sind, mit der tatsächlichen Nutzung von mobilen Bezahldiensten haben sie relativ wenig zu tun. Immer wieder belegen in Auftrag gegebene Studien wie groß der Wunsch danach ist, künftig mehr mobil zahlen zu können. Auch der Hightech-Verband Bitkom verweist in einer eigenen Studie darauf, dass jeder dritte Bundesbürger am liebsten bargeldlos zahlt (das schließt allerdings auch die EC- und Kreditkartenzahlungen sowie Online-Banking mit ein).

Doch über tatsächliche Nutzungszahlen beim mobilen Bezahlen ist relativ wenig bekannt. Grund dafür mag sein, dass der Markt noch sehr zerpflückt ist. Die Vielzahl der Apps auf dem Markt ist für den Endverbraucher eher verwirrend als hilfreich.

Gleichzeitig ist das Bewusstsein für und die Angst vor Datenmanipulationen und Sicherheitslücken im vergangenen Jahr extrem gestiegen. Gerade kleinen Anbietern trauen die Kunden oft nicht über den Weg, wie gleich mehrere Studien zeigen.

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