Unseriöse Anzeigen: Wie Facebook kurzsichtig seinen Umsatz steigert

ThemaSocial Media

Unseriöse Anzeigen: Wie Facebook kurzsichtig seinen Umsatz steigert

Bild vergrößern

Mit immer mehr unseriöser Werbung bringt Facebook seine Position als Werbemedium in Gefahr

Quelle:Netzwertig.com

Facebooks Aktienkurs stößt in nicht gekannte Dimensionen vor, weil die Werbeumsätze sprudeln. Erreicht wird dies auch durch eine sehr nachlässige Anzeigen-Qualitätskontrolle.

Die viel gescholtene Facebook-Aktie erklimmt derzeit Rekordhöhen und führt damit allen anfänglichen Skeptikern vor Augen, wie wenig langfristige Aussagekraft die temporäre Entwicklung eines Börsenpapiers besitzt. Wer in den Monaten nach dem missglückten IPO des sozialen Netzwerks hämisch den kontinuierlichen Niedergang der Aktie kommentierte, wird nur schwer verdauen können, dass diese mittlerweile ihren Ausgabepreis überflügelt hat. Der Grund: Das Werbegeschäft brummt, speziell die jüngsten Quartalszahlen überzeugten. Das einstige Sorgenkind – das mobile Angebot – trägt mittlerweile 41 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Musik in den Ohren der Anleger. Doch wie Facebook zu diesem glänzenden Ergebnis gelangt, darüber darf man geteilter Meinung sein. Was dem Dienst nämlich zu fehlen scheint, ist eine sorgfältige Qualitätskontrolle.

Unseriöse Anzeige Quelle: Screenshot

Unseriöse Anzeige

Bild: Screenshot

Die oben abgebildete, Aufmerksamkeit erregende Anzeige erschien jüngst in meinem Newsfeed innerhalb von Facebooks mobiler iPad-App (auf Schwedisch wegen meiner schwedischen IP-Adresse). Ein Hingucker – zugegeben. Beworben wird ein Datingdienst namens Are You Interested. Die Bewertungen mit drei von fünf Sternen deuten auf ein eher durchwachsenes Nutzererlebnis hin. Dass man von dem Service lieber die Finger lassen sollte, wird jedoch vor allem durch die Plumpheit des für die Anzeige gewählten Fotos deutlich: So offensichtlich sollen hier interessierte Männer durch visuelle Reize zu einem Flirtservice gelockt werden, im Glauben, dass ihnen dort die abgebildete Dame in leichter Bekleidung begegnen würde. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gering ist.

Anzeige

Regel, nicht Ausnahme

Unseriöse, plumpe Anzeigen sind im Umfeld des Newsfeeds die Regel, nicht die Ausnahme. Dieser Tage tauchte eine weitere Werbung für eine Datinganwendung in meinem Feed auf. Auch hier wieder mit einer vollbusigen jungen Frau im Mittelpunkt und dem im Text untergebrachten Hinweis, dass es sich um Schwedens einzige Datingsite mit garantierten Treffen handeln würde. Eine kurze Google-Recherche nach dem Angebot firstdate.se führt schnell zur Erkenntnis, dass man es mit einem berüchtigten Dienst zu tun hat, der schon vielen Nutzern negativ aufgefallen ist.

Auch in den Seitenleisten neben dem Feed tauchen regelmäßig Anzeigen auf, die für windige Abnehmkurse, Onlineplattformen mit Sexgarantie oder Produkte trommeln, die gar nicht hinter dem jeweiligen Link erworben werden können. Oft präsentieren sich solche Ads dazu noch in grauenhaft schlecht übersetzter Form.

Facebooks nachlässige Qualitätskontrolle

Offiziell behält sich Facebook das Recht vor, über das hauseigene Werbeportal lancierte Anzeigenkampagnen zu sperren. Besonders sorgfältig scheint das Unternehmen bei der Kontrolle jedoch nicht vorzugehen. Sonst würde es sicherstellen, dass Nutzer nicht gehäuft mit unseriösen, nicht vertrauenswürdigen Anzeigen konfrontiert werden, die im beste Fall ihre Zeit verschwenden, sie im schlimmsten Fall jedoch in die Arme von Abzockern treiben.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%