Urheberrechte: Gema hat Klage gegen Youtube eingereicht

von Oliver Voß

Die Gema hat beim Landgericht München eine Unterlassungsklage gegen YouTube eingereicht.

Yotube-Logo und Gema-Hinweis auf einem Monitor Quelle: dpa
Hinweis des Video-Portals YouTube zu sehen, nachdem ein Video wegen fehlender Musikrechte der GEMA in Deutschland nicht gezeigt werden darf (gestelltes Foto) Quelle: dpa

Zuvor hatte die Gesellschaft, die die Urheberrechte von Musikern in Deutschland verwaltet, das Videoportal abgemahnt und aufgefordert, bei gesperrten Musikvideos den Hinweis auf die Gema zu unterlassen: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“ Der Text sei reine Stimmungsmache, sagt Gema-Chef Harald Heker. Denn die Google-Tochter sperre mehr Videos, als die Gema fordere.

Heker verlangt je Musikvideoabruf 0,375 Cent. In dem Streit geht es um 1000 Lieder und einen Streitwert von 1,6 Millionen Euro. „Das Verfahren verlängert nur die Lösungsfindung“, kritisiert eine YouTube-Sprecherin. Knackpunkt sei die Mindestvergütung pro Klick: „Wir wollen eine prozentuale Summe, sonst müssten wir alle unwirtschaftlichen Videos von der Plattform verbannen.“