V.me und MasterPass: Kreditkarteninstitute wollen den Aufstieg von PayPal stoppen

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V.me und MasterPass: Kreditkarteninstitute wollen den Aufstieg von PayPal stoppen

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MasterPass Wallet wird voraussichtlich Mitte 2014 auf den deutschen Markt kommen.

Quelle:Netzwertig.com

PayPal und andere digitale Geldbörsen bedrohen die Dominanz der Kreditkarteninstitute im Handel. Visa und MasterCard versuchen sich deshalb an eigenen virtuellen Wallets. Für Shopbetreiber und Konsumenten sind das gute Neuigkeiten.

Der Finanzsektor ist – endlich, möchte man meinen – von den Folgen der Digitalisierung erfasst worden. Überall sprießen neue Akteure aus dem Internetboden, der Aufstieg von Bitcoin tut seinen Teil, und führende Webfirmen wie Google und eBay/PayPal, preschen mächtig vor. Für die alteingesessenen Firmen heißt dies, ihrerseits das Innovationstempo zu erhöhen, möchten sie nicht das Schicksal anderer einstmals etablierter, aber im Zuge des Internets demontierter Marktführer verschiedener Wirtschaftsbereiche erleiden.

Visa und MasterCard, die zwei größten Kreditkarteninstitute der Welt, sehen die primäre Bedrohung für ihr Geschäft derzeit im Onlinehandel. Für Konsumenten ist das ständige Eintragen der Kreditkartendaten in Bestellformulare umständlich. Zusätzlich birgt es ein erhebliches Sicherheitsrisiko, wenn tausende Shops Karteninformationen speichern. Viele E-Commerce-Anbieter und Verbraucher weichen deshalb auf Onlinezahlungsdienstleister wie PayPal aus. 137 Millionen Anwenderkonten wurden dort bislang registriert. Zwar erlaubt PayPal den Nutzern seiner Zahlungsdienste den Kauf per Kreditkarte, dennoch missfällt es Visa und MasterCard, wie sich die eBay-Tochter als Mittlerin zwischen sie und die Kunden schaltet. Es erschwert ihnen das Sammeln von Daten zum Kaufverhalten der Konsumenten, außerdem besteht jederzeit die Gefahr, dass die Payment-Services versuchen, die Kartenunternehmen komplett aus dem Prozess zu entfernen.

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Visa und MasterCard reagieren auf diese von ihnen als bedrohlich wahrgenommene Entwicklung einerseits damit, die Transaktionsgebühren für Online-Geldbörsen wie PayPal oder Google Wallet zu erhöhen – also die Gebühren, die von den Wallet-Betreibern an die Kartenherausgeber abgeführt werden, wenn Kunden etwas kaufen. Andererseits schicken sie ihre eigenen PayPal-Konkurrenten ins Rennen.

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Visa fährt unter der nicht gerade unattraktiven Domain V.me derzeit seine Antwort auf die boomenden virtuellen Brieftaschen hoch. Gestartet Ende vergangenen Jahres in Nordamerika, ist der Dienst ab sofort auch für Onlinekäufer in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Polen verfügbar. Wie bei PayPal legen sich User ein Konto zu und tragen dort ihre verschiedenen Kredit- oder Debitkarten ein (egal welches Karteninstitut), die sie zum Shopping im Netz verwenden möchten. Bei V.me unterstützenden Händlern können Konsumenten dann per V.me-Login analog zum Bezahlprozess bei PayPal einkaufen. Laut Visa Europe akzeptieren derzeit 1.400 Händler die Payment-Lösung. Bis zum Januar soll diese Zahl auf 4.000 gestiegen sein. Ein Datum für ein eventuelles Debüt in den deutschsprachigen Ländern steht noch nicht fest, im kommenden Jahr sollen aber weitere Markteinführungen folgen.

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