Valley Talk: Angriff auf Googles Geschäftsmodell

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kolumneValley Talk: Angriff auf Googles Geschäftsmodell

Kolumne von Matthias Hohensee

Der Markt für Online-Werbung boomt. Doch Googles Geschäftsmodell wird von Suchmaschinen-Optimierern wie Marketo oder Pardot angegriffen. Am erfolgreichsten ist das Startup Hubspot.

Google ist mit seiner Suchmaschine so dominant wie nie. In Deutschland laufen über 90 Prozent aller Suchanfragen über den Internet-Giganten aus dem Silicon Valley. Trotzdem sind die Aktionäre des Konzerns beunruhigt. Nicht nur wegen drohender Kartellklagen in den USA. Schlimmer noch ist, dass der Preis für Googles wichtigstes Produkt fällt, nämlich der von Textanzeigen am Rand der Google-Suchergebnisse. Für die zahlen Googles Kunden im Vergleich zum Vorjahr rund 15 Prozent weniger.

Das Management des Suchkonzerns spielt den Preisverfall zwar herunter. Denn gleichzeitig haben die Klicks auf die Anzeigen um ein Drittel zugelegt. Google nimmt pro Klick weniger ein, kann aber den niedrigen Preis durch mehr Transaktionen ausgleichen.

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Grund für die sinkenden Preise für suchbasierte Anzeigen ist, dass ein Teil der Werbeetats mittlerweile in mobile Werbung auf Smartphones fließt. Deren Wirksamkeit ist jedoch umstritten. Deshalb zahlen Anzeigenkunden dafür im Schnitt weniger als für Werbung auf dem Computer. Damit haben nicht nur Google, sondern auch Facebook, Microsoft und Yahoo zu kämpfen.

Zu viele Web-Muffel Die gravierenden Probleme von Google

Nicht nur die US-Kartellbehörden machen Druck. Der Gigant muss auch um Geschäft im mobilen Internet fürchten. Und das, obwohl sein Smartphone-Betriebssystem Android boomt.

Goofle-Logo hinter einer Android-Figur Quelle: dapd

Suchmaschinen-Optimierer

Aber es gibt einen weiteren Trend, der Googles Geschäftsmodell unterhöhlt: Findige Unternehmer versprechen ihren Kunden, deren Produkte und Dienstleistungen weit oben in den werbefreien Suchresultaten der Suchmaschine zu platzieren. Die Folge: Sie müssen weniger in die Textanzeigen neben den Suchergebnissen investieren.

Solche sogenannten Suchmaschinen- Optimierer gibt es zwar schon seit Mitte der Neunzigerjahre. Neu ist aber, dass es immer mehr und bessere automatisierte Dienstleister gibt, die ihren Kunden helfen, durch vordere Ränge in den Internet-Suchergebnissen oder durch Kampagnen in sozialen Medien ihren Online-Werbeetat effektiver einzusetzen, zu kontrollieren oder gar zu reduzieren. Diese Unternehmen heißen unter anderem Marketo, Eloqua und Pardot.

Der erfolgreichste aber ist Hubspot. Das Unternehmen wurde am prestigeträchtigen Massachusetts Institute of Technology (MIT) von Brian Halligan und dessen Geschäftspartner Dharmesh Shah im Sommer 2006 gegründet.

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