Valley Talk: Bitcoin ist zu gut für diese Welt

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kolumneValley Talk: Bitcoin ist zu gut für diese Welt

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Bitcoin-Münzen, fotografiert beim Münzhandel "BitcoinCommodities".

Kolumne von Matthias Hohensee

Der Wettlauf um Geschäfte mit der digitalen Währung Bitcoin ist in vollem Gange. Warum sich die Kryptowährung dennoch niemals durchsetzen wird.

Die Geschichte der amerikanischen Goldräusche lehrt: Reich wurden jene, die früh ihre Claims absteckten oder aber die Infrastruktur für Abbau, Transport und Handel mit dem Edelmetall offerierten. Ähnliches wiederholt sich mit dem virtuellen Zahlungsmittel Bitcoin.

Zum einen boomen „Wechselstuben“ wie Gyft aus San Francisco, die Bitcoins in Gutscheine umwandeln, um Dienstleistungen oder Waren zu erwerben. Zum anderen gibt es im Silicon Valley gerade einen Wettlauf mit Geschäftsideen rund um die Kryptowährung.

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Sie reichen von Unternehmen wie HashFast aus San Jose oder 21E6 aus San Francisco, die spezielle Hardware entwickeln, mit denen sich die Bitcoins effizienter produzieren lassen. Die digitalen Bezahleinheiten werden von Computern durch das Lösen komplexer Rechnungen erzeugt, was immer schwieriger wird, je mehr dieser Cybermünzen existieren.

Bitcoin ist das Phänomen des Jahres. Bei der Premiere 2009 war ein Bitcoin Bruchteile eines Cent wert, Anfang des Jahres schon etwa 13 Dollar. Dann kletterten sie, getrieben von Spekulationen auf die mögliche Anerkennung durch Chinas Regierung, auf 1138 Dollar. Um schließlich – nach Berichten, dass die chinesischen Staatslenker doch keinen Handel mit Bitcoin erlauben – wieder auf 980 Dollar zu fallen. Was aber immer noch eine sagenhafte Steigerung ist.

Bitcoin Virtuelles Cybergeld boomt dank Euro-Krise

Der Wert der Hackerwährung Bitcoin ist in den vergangenen Wochen enorm gestiegen. Vor allem Spanier investieren aus Angst um ihr Bares in das Geld, das es nur im Internet gibt. Ein umstrittenes Unterfangen.

Quelle: dpa

Wie bei allen Goldräuschen ist auch der Aufstieg von Bitcoin mit Geschichten vom schnellen Reichtum verbunden. Wer an die von anonymen Entwicklern ersonnene und 2009 gestartete digitale Währung glaubte, konnte bestens verdienen: Wie die Winklevoss-Brüder, bekannt durch den Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg über den Ursprung der Idee für das soziale Netzwerk: Sie deckten sich, ebenso wie der Fonds des Facebook-Milliardärs Peter Thiel, rechtzeitig mit der neuen Währung ein – steckten also ihre Claims vor allen anderen ab.

Und natürlich dürfen Kriminelle nicht fehlen, die Bitcoins fälschen oder ihre rechtmäßigen Eigentümer übers Ohr hauen. Wie im echten Leben also, außer dass sie statt Bargeld und Immobilien nun eine Techno-Währung nutzen.

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