kolumneValley Talk: Das Energie-Dilemma

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Der Chef des zweitgrößten Ölkonzerns der Welt aber meint, dass die US-Benzinpreise eher noch steigen müssten, damit die Menschen sparsamer mit Energie umgehen

Kolumne von Matthias Hohensee

Neue Energie-Startups sind in den USA rar. Es mangelt an Geld und einem Erfolgsmodell à la Google.

Shell-Chef Peter Voser machte bei seinem Silicon-Valley-Besuch vor wenigen Tagen klar, was er von dem Gejammer über die angeblich zu hohen Benzinpreise in den USA hält: nämlich nichts. „Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei“, sagte Voser vor dem renommierten Silicon-Valley-Gesprächskreis Churchill Club.

Momentan kostet ein Liter Benzin in Kalifornien umgerechnet 80 Euro-Cent. Das ist für US-Verhältnisse enorm viel, und so wird der Benzinpreis nun auch ein heißes Thema im US-Präsidentschaftswahlkampf.

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Der Chef des zweitgrößten Ölkonzerns der Welt aber meint, dass die US-Benzinpreise eher noch steigen müssten, damit die Menschen sparsamer mit Energie umgehen. Dafür, glaubt er, sei es höchste Zeit. Denn laut dem gebürtigen Schweizer wird sich der weltweite Energieverbrauch bis 2050 verdoppeln, vor allem durch den Wirtschaftsboom in China.

Wenn wir bis dahin nicht effizienter mit Energie umgehen, könne sich der Verbrauch sogar verdreifachen.

Arbeit an Energiespeichern

Dafür hat die Energiebranche keine Lösung – jedenfalls nicht, ohne das Klima weiter zu belasten. In der Energiebranche, sagt Voser, ticken die Uhren anders als im Silicon Valley. „Da brauchen neue Technologien Jahrzehnte und nicht ein halbes Jahr.“

Subventionen Solarworld kassiert ab

Solarworld-Chef Asbeck gibt den Kämpfer für fairen Wettbewerb. Dabei ist er selbst einer der größten Subventionsempfänger.

Solarworld-Chef Asbeck Quelle: dpa

Wenn das Silicon Valley helfen wolle, das Energieproblem in den Griff zu bekommen, dann sollte es mit Ideen dazu beitragen, grüne Technologien schneller marktreif zu machen. Shell arbeitet bereits mit IBM und Hewlett-Packard daran, mithilfe von Sensoren und Software Erdölfelder besser auszubeuten.

Milliardenpotenzial sieht Voser aber vor allem bei Konzepten für günstige Hochleistungsenergiespeicher. An solchen Speichersystemen arbeiten auch verschiedene Startups aus dem Silicon Valley. Beispielsweise Light Sail Energy, das Energie als Pressluft speichern will.

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