Valley Talk: Kommt die Renaissance der Hardware-Startups?

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Die Pebble Watch des gleichnamigen Startups. Gründer Migicovsky hat schon mehr Umsatz verdient als geplant

Kolumne von Matthias Hohensee

Ausgerechnet eine Uhr könnte über das Schicksal der Hardware-Startups im Silicon Valley entscheiden.

Ruhm und Scheitern liegen im Silicon Valley dicht beieinander. Der 25-jährige Unternehmer Eric Migicovsky wird in wenigen Wochen entweder als Visionär des Silicon Valley gefeiert, der das High-Tech-Tal zu seinen Hardware-Wurzeln zurückführt – oder er wird als Scharlatan beschimpft. Welcher Stempel ihm aufgedrückt wird, entscheidet sich im Herbst.

Dann sollen die ersten Exemplare der von Migicovsky entwickelten Pebble Watch ausgeliefert werden. Die Pebble Watch ist eine Uhr, die nicht nur die Zeit misst, sondern via Bluetooth auch mit dem Smartphone kommuniziert. So kann sie zeigen, ob auf dem Telefon neue E-Mails, SMS oder Anrufe eingegangen sind, ohne dass der Besitzer sein Handy zücken muss. Beim Joggen können Nutzer zudem schnell den Song wechseln oder ihre aktuelle Durchschnittsgeschwindigkeit ablesen.

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Unerwartet hoher Umsatz

Die Idee macht Furore. Rund 70.000 Menschen haben das Gerät über die Geldsammel-Plattform Kickstarter vorbestellt. Dadurch haben sich Migicovsky und seine Mitstreiter unglaubliche zehn Millionen Dollar Umsatz vorab gesichert. Gerechnet hatten sie mit 100.000 Dollar.

Nun ist der Druck auf Migicovsky groß. In den vergangenen Monaten reiste er durch China, um Produzenten für seine vernetzte Uhr zu finden. Denn er muss liefern. Gelingt es ihm nicht, die Uhr entsprechend den Plänen auf den Markt zu bringen, ist nicht nur er blamiert, sondern auch die schnell wachsende Plattform Kickstarter.

Das Software-Tal

Die Pebble Watch wird so zum Test für das Silicon Valley. Gelingt er, könnte eine Renaissance der Hardware-Startups im Silicon Valley beginnen. Zwar leitet das „Silizium-Tal“ seinen Namen von den Errungenschaften bei Computerhardware ab, von den Prozessoren von Fairchild Semiconductor und Intel, dem Taschenrechner von Hewlett-Packard, dem Home-PC von Apple und den Spezialrechnern von Sun Microsystems. Doch in den vergangenen zwei Jahrzehnten hätte man es auch in Software- und Internet-Tal umbenennen können, dank Aufsteigern wie Oracle, Netscape, Yahoo, Ebay, Google und Facebook.

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