Valley Talk: Mit Square an die Börse

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kolumneValley Talk: Mit Square an die Börse

Kolumne von Matthias Hohensee

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey plant bereits den nächsten milliardenschweren Börsengang. Welche Chancen er mit dem Zahlungsdienstleister Square hat.

Als Mitgründer von Twitter ist Jack Dorsey im Silicon Valley eine prominente Größe. Nicht ganz so bekannt ist seine Rolle als Chef des Zahlungsdienstleisters Square, den der heute 37-Jährige vor vier Jahren gründete. Mit ihm könnte Dorsey das Kunststück gelingen, gleich zwei milliardenschwere Unternehmen in kurzer Zeit hintereinander an die Börse zu bringen.

Twitters Börsengang war – aus Sicht der Gründer und frühen Investoren – ein voller Erfolg. Gemessen am Umsatz, wird Twitter mit 23 Milliarden Dollar Börsenwert höher bewertet als das soziale Netzwerk Facebook. Und das, obwohl Twitter noch immer unprofitabel ist.

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Für Vermögensverwalter, die durch die lose Geldpolitik der Zentralbanken ohnehin Probleme haben, ihre Barreserven gewinnbringend anzulegen, ist Twitter wie ein Lotterielos. Skeptiker fühlen sich hingegen an das Ende der Neunzigerjahre erinnert, als blindes Vertrauen in immerwährendes Internet-Wachstum immer schillerndere Blüten beziehungsweise Blasen trieb.

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Einmal in der Woche blicken wir zurück - auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet. Diesmal: Twitter.

Twitter startet erfolgreich an der Börse. Quelle: AP

Im Gegensatz zu Twitter ist Dorseys zweite Kreation ein bodenständiges Unternehmen mit einem bewährten Geschäftsmodell. Square gestattet jedermann, Kreditkartenzahlungen über ein aufs Smartphone oder Tablet gestecktes Lesegerät entgegenzunehmen. Für diesen Dienst verlangt Square eine Gebühr zwischen 2,75 und 3,5 Prozent der Transaktion.

Square setzte sich damit in den USA schnell durch, weil Dorsey vom Start weg auf die sonst üblichen festen Monatsgebühren verzichtete. Pro Monat wickelt sein Startup derzeit 1,5 Milliarden Dollar an Zahlungen ab. 80 Prozent der eingenommenen Gebühren werden an die Kreditkartenunternehmen weitergereicht. Für Square bleiben damit pro Monat geschätzte zehn bis zwölf Millionen Dollar Umsatz übrig.

Außerdem bietet Square ein Kassensystem für Händler an, in dem diese via Smartphone oder Tablet-App ihre Warenbestände und zugleich ihre Kunden verwalten können. Squares Geschäftsmodell ist stabil, jedoch nicht so schnell skalierbar. Aber es birgt Potenzial. Denn Square könnte der erste Zahlungsdienstleister sein, der konsequent die Zahlungsströme seiner Kunden auf deren Vorlieben untersucht.

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