Valley Talk: Risikokapital fließt in Strömen

Valley Talk: Risikokapital fließt in Strömen

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Trotz angespannter Wirtschaftslage und des eher verhaltenem Interesses für Börsengänge sind Investitionen in Internet-Unternehmen weiterhin lohnenswert.

von Matthias Hohensee

Während Europa darbt, fließt Risikokapital stärker denn je nach Kalifornien – vor allem in Internet-Unternehmen.

Nicht, dass die Angst vor einer neuen Internet-Blase im Silicon Valley verflogen wäre. Doch momentan sind die Pessimisten in der Minderheit. Die geplanten Börsengänge von Facebook und der Bewertungsseite Yelp, die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen des Profinetzwerks LinkedIn, sowie milliardenschwere Übernahmen von Cloud-Dienstleistern wie Taleo durch Oracle oder SuccessFactors durch SAP haben die Laune unter Gründern und Geldgebern im High-Tech-Tal spürbar gehoben.

Sie belegen, dass sich Investitionen in Internet-Unternehmen trotz der angespannten Wirtschaftslage und des eher unterkühlten Interesses für Börsengänge lohnen.

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Der Optimismus lässt sich an Zahlen ablesen. Laut dem jüngsten Money Tree Report von PricewaterhouseCoopers und des Verbands der US-Wagnisfinanzierer flossen im vierten Quartal 2011 rund drei Milliarden Dollar Risikokapital ins Silicon Valley. Das war gut ein Drittel mehr als im gleichen Quartal 2010.

Frisches Kapital aus der ganzen Welt

Der Geldstrom in Richtung Westküste der USA schwillt sogar noch an. Vergangenes Jahr flossen 42 Prozent allen US-Wagniskapitals ins Silicon Valley. Und nimmt man die Region Los Angeles dazu, wandert gar rund die Hälfte nach Kalifornien. Das Risikokapitalunternehmen Andreessen Horowitz etwa sammelte jüngst 1,5 Milliarden Dollar an frischem Kapital von Geldgebern aus den USA, Europa und Asien für einen neuen Wachstumsfonds ein.

Es ist bereits der dritte. Seit Gründung des Risikokapitalverwalters im Juni 2009 haben Investoren ihm 2,7 Milliarden Dollar anvertraut, was für ein so junges Unternehmen selbst im Silicon Valley ungewöhnlich viel ist. Dabei musste Internet-Pionier Marc Andreessen, der die Fonds gemeinsam mit Geschäftspartner Ben Horowitz verwaltet, sogar Interessenten abweisen. Die Geldgeber setzen auf die Erfahrung des Netscape-Gründers, der maßgeblich den ersten Internet-Boom auslöste und heute einer der wichtigsten Strippenzieher im Valley ist.

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