Valley Talk: Stunde der Wahrheit für Marc Zuckerberg

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Mark Zuckerberg hatte es in den letzten Monaten sicherlich alles andere als einfach. Ob der Facebook-Gründer den Negativtrend umkehren kann, wird sich noch in diesem Monat zeigen, wenn Facebook die Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft offenlegt.

Kolumne von Matthias Hohensee

Seit Monaten steht der Facebook-Gründer unter Beschuss. Kann Zuckerberg den Trend umkehren? Noch im Januar wird es sich zeigen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat die Konferenzräume für Besucher in seinem neuen Hauptquartier in Menlo Park mit Sinnsprüchen versehen lassen: "Das Glück bevorzugt die Kühnen" und "Scheitere schneller" ist dort zu lesen. Die Motivationshilfen sagen viel über die Gefühlslage des Facebook-Chefs aus, der seit dem Börsengang seines Unternehmens heftige Kritik einstecken musste.

Ob er den Trend umkehren kann, zeigt sich am 30. Januar, wenn Facebook die Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft offenlegt. Tatsächlich hat Zuckerberg in den vergangenen Monaten Erstaunliches vollbracht. Obwohl Mitte November die Verkaufsbeschränkungen für die Aktien seiner Mitarbeiter aufgehoben wurden und seitdem doppelt so viele Papiere am Markt frei verfügbar sind, ist die Facebook-Aktie nicht weiter eingebrochen. Viele Mitarbeiter haben offensichtlich nicht verkauft. Die Aktie hat sogar zugelegt – seit Mitte November um fast 50 Prozent. Das ist ein Vertrauensbeweis für Zuckerberg, der zeigt, dass die Mitarbeiter an ihn und das Wachstum von Facebook glauben.

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Ob sie das auch künftig so sehen, wird vor allem ein Trend bestimmen: ob es in den vergangenen Monaten gelungen ist, den Umsatz bei Werbung in der Facebook-Smartphone-App weiter auszubauen. Im Herbst überraschte Facebook die Branche mit der Aussage, dass das soziale Netzwerk mit Anzeigen in seinen mobilen Newsfeed drei Millionen Dollar pro Tag einnimmt – mit steigender Tendenz. Aufs Jahr gerechnet, wären das mindestens eine Milliarde Dollar Umsatz und damit eine entscheidende Einnahmequelle. Noch offen ist – und dort könnten die Quartalszahlen den Trend zeigen –, ob Facebooks Anzeigenkunden einfach ihre Werbeausgaben umschichten oder ob es zusätzlicher Umsatz ist.

Zugleich darf Zuckerberg seine Nutzer aber nicht mit zu viel Werbung auf den Smartphones verärgern. Denn der Wechsel vom PC hin zu Smartphones ist nicht nur die größte Herausforderung für Facebook, sondern auch seine größte Chance. Mobil ist ein Wachstumstreiber für das Netzwerk. Wäre es nicht so bequem, einfach mit dem Smartphone zu fotografieren oder schnell von unterwegs ein paar Botschaften zu veröffentlichen, wären die Aktivitäten auf Facebook schon massiv eingebrochen.

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