Valley Talk: Vor dem Sturm aufs Börsenparkett

kolumneValley Talk: Vor dem Sturm aufs Börsenparkett

Kolumne von Matthias Hohensee

Das kommende Jahr bringt weitere Dynamik in die kalifornische Internet-Branche. Ob der Boom anhält oder die Wachstumsblase platzt, hängt vor allem am Erfolg von Twitter.

Was bringt das kommende Jahr für das Silicon Valley und die noch immer maßgeblich vom kalifornischen High-Tech-Tal beeinflusste Internet-Branche?

Absehbar ist, dass es eine Woge von Internet-Börsengängen geben wird. Auslöser ist der erfolgreiche IPO von Twitter an der New Yorker Börse, trotz der tiefroten Zahlen des Kurznachrichtendienstes. Als Kandidaten für den Gang aufs Parkett werden unter anderem die Online-Speicheranbieter Dropbox und Box gehandelt, der Datenverwalter Evernote sowie der Zimmervermittler AirBnB. Daneben könnten die Eventplattform Eventbrite, der Umfragedienstleister Survey Monkey und der Zahlungsdienst Square den IPO wagen.

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Wahrscheinlich ist auch Glam Media dabei, der vom deutschen Burda Verlag mitfinanzierte Vermarkter von Inhalten für den gehobenen Lifestyle, und auch die digitale Pinnwand Pinterest. Deren Wert wird trotz magerer Umsätze bereits auf sechs Milliarden Dollar geschätzt. Und schließlich ist auch der von Facebook-Investor Peter Thiel finanzierte Datenauswerter Palantir ein potenzieller Börsenstarter.

Und so fließt weiter viel Geld ins Silicon Valley, obwohl Wagnisfinanziers inzwischen schon heiße Ohren bekommen wegen der Rekordbewertungen der Startups. Laut dem Marktforschungsunternehmen CB Insight ist es so viel Geld wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das allerdings wird bevorzugt in spätere Runden gesteckt. Viel schwerer haben es Unternehmen, die nach dem Start Anschlussfinanzierungen suchen.

Ein Grund für den Fokus auf späte Finanzierungsrunden ist die fürs nächste Jahr erwartete Zunahme von Unternehmensübernahmen. Viele US-Konzerne und Internet-Größen wie Facebook, Yahoo, Google oder Twitter haben reichlich Barreserven. Wie viel Geld tatsächlich für Übernahmen in den USA zur Verfügung steht, hängt auch von den Verhandlungen der US-Wirtschaftsverbände mit der Regierung ab. Sie wollen einen vergünstigten Steuersatz für im Ausland geparkte Gewinne erreichen.

Scheitert der Vorstoß, wären das hingegen gute Nachrichten für verkaufswillige High-Tech-Startups in Europa und dem Nahen Osten, an die die im Ausland gebunkerten Barreserven der US-Investoren fließen könnten. Apple etwa hat sich gerade schon für 350 Millionen Dollar den israelischen Bewegungssensorspezialisten PrimeSense gesichert, dessen Technologie Basis für die Steuerung von Microsofts Spielkonsole Xbox ist.

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