Valley Talk: Warum Googles Nest-Deal gut für das Silicon Valley ist

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Nest Labs-Gründer Tony Fadell soll seine Autonomie bei den Bemühungen um seine Schöpfung auch bei Google behalten können

Kolumne von Matthias Hohensee

Es war die bisher zweitgrößte Akquisition in der Google-Geschichte. Dabei hat er eine Signal-Wirkung für die gesamte Branche. Fünf Thesen, warum das so ist.

So schnell wird man im Silicon Valley Milliardär. Erst im Mai 2010 hatte iPod-Miterfinder Tony Fadell sein Startup Nest Labs aus der Taufe gehoben. Sein Ziel: die bis dato vernachlässigten Kontrollgeräte für Haustechnik wie Heizung und Rauchmelder endlich benutzerfreundlich zu machen – und gut designt. Eine Idee, die Nest Labs seither zu einem der Trendsetter im Valley gemacht hat.

Um das Wachstum zu finanzieren, hatten Fadell und sein Mitgründer, der Ex-Apple-Ingenieur Matt Rogers, eigentlich geplant, zusätzliches Kapital aufzunehmen. Das hätte die Bewertung ihrer Firma auf rund zwei Milliarden Dollar erhöht. Stattdessen schlug der Internet-Konzern Google, der schon über seinen Wagniskapitalarm beteiligt war, komplett zu. Für 3,2 Milliarden Dollar wechselt Nest Labs jetzt den Besitzer.

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Internet der Dinge Google zahlt 3,2 Milliarden für Nest Labs

Moderne Haustechnik lässt sich Google richtig was kosten. Für mehr als drei Milliarden Dollar kauft sich der Konzern einen Hersteller von vernetzten Thermostaten und Rauchmeldern. Was Nest Labs so attraktiv macht.

Google holt sich ein Stück Apple ins Haus. Quelle: dpa

Es ist die bisher zweitgrößte Akquisition in Googles Geschichte. Doch die Bedeutung des Deals reicht weit darüber hinaus. Fünf Thesen, warum er so wichtig ist:

Erstens stärkt er den Ruf des Silicon Valley als den besten Ort der Welt, wo kluge Köpfe große Pläne in kürzester Zeit umsetzen können – und davon auch finanziell profitieren. Das ist wichtig, da das High-Tech-Tal wegen einer verfehlten US-Bildungspolitik auf Talente aus aller Welt angewiesen ist.

Zweitens beweist der Kauf wieder, dass selbst innovative Konzerne auf die Ideen von Startup-Gründern angewiesen sind. Zwar war Google selbst schon einmal bei der Hausautomatisierung aktiv. Und dank der Übernahme von Motorola Mobility und früherer Projekte hätte Google selbst Produkte entwickeln können. Doch als Larry Page das Ruder übernahm, beendete er diese Aktivitäten, um sein Unternehmen zu fokussieren. Umso mehr, als Google noch nie gut im Marketing von Hardware war. Bei Nest Labs hat sich der durch Apple geschulte Fadell intensiv darum gekümmert. Seine Firma ist in Nordamerika bekannt und mit rund einer Million verkaufter Thermostate zudem erfolgreich. Ähnlich ging auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor, als er den Fotodienst Instagram erwarb, statt ein eigenes Produkt voranzutreiben.

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