Es war die große Chance, sich neu zu erfinden. Im Spätsommer 2006 verhandelte die damalige Yahoo-Managerin Susan Decker mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und dessen Aufsichtsratschef Peter Thiel über den Kauf des sozialen Netzwerks. Yahoo bot 1,2 Milliarden Dollar. Doch Thiel lehnte die Offerte ab: Unter vier Milliarden Dollar wollte er nicht verhandeln.
Drei Jahre später hat Facebook Google als Yahoos Angstgegner Nummer eins abgelöst. Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist es gelungen, sein Netzwerk in Rekordzeit für inzwischen rund 300 Millionen Internet-Nutzer zur ersten Anlaufstelle im Netz zu machen.
Facebook: frischeres Angebot
Zu einer Web-Seite, auf der relevante Informationen zusammenlaufen und von der aus die Mitglieder Exkursionen ins Internet unternehmen. Also genau das, womit Yahoo groß geworden ist: Yahoo ist immer noch riesig: In diesem Monat werden etwa 590 Millionen Nutzer die Yahoo-Web-Seite besuchen.
Facebooks Angebot dagegen wirkt frischer und vor allem innovativer. Die Popularität von Yahoo stützt sich vor allem auf die Kommunikationsangebote Yahoo-Mail und Yahoo-Messenger, die Nutzer nicht so schnell wechseln können.













