Vernetzung der Welt: Facebook will Internet-Drohnen für Afrika

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Vernetzung der Welt: Facebook will Internet-Drohnen für Afrika

Nach Google setzt auch Facebook auf fliegendes Internet: Drohnen sollen das World Wide Web überall verbreiten und die Menschen vernetzen. Denn je mehr Menschen online sind, desto mehr nutzen Facebook.

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Facebook will angeblich den Drohnenhersteller Titan Aerospace kaufen und dessen Drohnen als drahtlose Interneteinwahlstationen nutzen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich vorgenommen, die Welt zu vernetzen. Jeder soll Zugang zum Internet haben - überall auf der Welt. Was sich schon in entlegenen Regionen Deutschlands mitunter schwierig gestalten kann, ist beispielsweise in Afrika noch ein ferner Traum. Nur 16 Prozent der Bevölkerung des schwarzen Kontinents haben Zugang zum World Wide Web. Dabei könnte das Internet gerade in armen Regionen Probleme lösen, so jedenfalls die Meinung der Technik-Allianz "Internet.org", zu der auch Facebook gehört.

Nun scheint das soziale Netzwerk einen weiteren Schritt Richtung Vernetzung der Welt gehen zu wollen, beziehungsweise seine Einkaufstour fortzusetzen. Laut einem Bericht des amerikanischen Technik-Blogs Techcrunch will Facebook den Drohnenhersteller Titan Aerospace für 60 Millionen Dollar kaufen. Laut des Berichts plant Facebook, gut 11.000 Drohnen bauen zu lassen, die als drahtlose Einwahlstationen das Internet in die entlegensten Ecken der Welt bringen. Am Zielort angekommen sollen die Drohnen in 20 Kilometern Höhe ihre Kreise ziehen. Betrieben werden die fliegenden Internetanschlüsse mit Solarenergie. Angeblich können sich die Modelle fünf Jahre in der Luft halten, ohne landen zu müssen.

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Ein ganz ähnliches Projekt hatte Google im Juni letzten Jahres vorgestellt. Unter dem Namen "Loon" schickte Google mit Helium gefüllten Ballons in die Stratosphäre, um die Stabilität der fliegenden Internetverbindung zu überprüfen. Damit könnten neben den bereits 2,2 Milliarden vernetzten Menschen theoretisch weitere 4,8 Milliarden hinzu kommen, begründete der Suchmaschinengigant das Projekt. Google selbst verglich das Projekt, das sich noch in einer Experimentierphase befand, mit einem Flug zum Mond. Es sei „ein wirklich großes Ziel“, sagte Projektleiter Mike Cassidy. „Die Macht des Internets ist wahrscheinlich eine der umwälzenden Technologien unserer Zeit.“
Der erste Nutzer des „Google Balloon Internet“ war der Bauer und Unternehmer Charles Nimmo aus dem kleinen Ort Leeston in Neuseeland, einer der 50 Tester. Seine Internetverbindung hielt 15 Minuten, bevor der Sendeballon außer Reichweite schwebte. Nimmo - Bewohner einer ländlichen Region ohne Breitband-Verkabelung - hält die Google-Idee für interessant. Bislang ist er auf eine Satellitenverbindung ins Internet angewiesen, die ihn bis zu 1000 Dollar (rund 750 Euro) im Monat kostet. „Es war komisch“, sagte Nimmo über das Google-Projekt. „Aber es ist auch aufregend, an etwas Neuem teilzunehmen.“

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Die mit Helium gefüllten Ballons ähneln in ihrem Aussehen riesigen Quallen. In rund 20 Kilometern Höhe sind sie von der Erde aus nicht zu sehen. Sie segeln mit den Windströmen um die Welt. Ihre Energie beziehen sie über Solarpanele, die Internetverbindung wird über Bodenstationen hergestellt. Das Signal hüpft sozusagen von Ballon zu Ballon und wird über die dort angebrachten Sender zu den Nutzern gefunkt.
Jeder Ballon könnte laut Google Internetverbindungen für die Bewohner von etwa 1250 Quadratkilometern anbieten - eine Fläche, die etwa der doppelten Größe der Millionenstadt New York entspricht. Erreicht werden könnte so praktisch jede Region der Erde, ob nun am afghanischen Khyber-Pass oder im afrikanischen Urwald. Dennoch gibt es eine Reihe von Hindernissen. Unter anderem müsste jeder Nutzer einen speziellen Empfänger für das Ballon-Signal haben. Vielleicht könnte Facebook den Konkurrenten Google ja in diesem Punkt überholen.

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