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Viren, Würmer, Spyware: Internetsicherheit: Vorsicht, Schnüffler!

von MICHAEL KROKER

Alarm vor dem Lauschangriff aus dem Web: Spionagesoftware bedroht Rechner von Unternehmen und Privatnutzern – noch stärker als Computerviren oder Spam-Werbepost.

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Die Gefahren aus dem Internet wechseln beinahe so häufig wie das alljährliche Megathema auf der Computermesse Cebit: „Wenn Spam für Unternehmen das Horrorszenario des Jahres 2004 war, dann ist Spyware der würdige Nachfolger 2005“, sagt Rich Mogull, Research Director beim IT-Analysehaus Gartner. Die Rede ist von so genannter Schnüffelsoftware: Spezielle Computerprogramme, die der Nutzer unbeabsichtigt und unbemerkt auf seine Festplatte lädt und die dort heimlich persönliche Daten wie etwa die besuchten Internetseiten oder Passwörter ausspionieren. Wissenstest: Sind Sie ein Technik-Freak? Spyware - schon wieder eines jener englischen IT-Kunstwörter, die bei den meisten Anwendern erst mal nur Achselzucken verursachen? Schon wieder ein neues Bedrohungsszenario, das die Anbieter von Sicherheitslösungen – aus nicht ganz uneigennützigen Gründen – in grellen Farben an die Wand malen, um ihr Geschäft anzutreiben? Mitnichten: Der Spion auf der Festplatte ist kein neues Phänomen. Im Web kursierten bereits vor rund fünf Jahren erstmals digitale Spürhunde, die hemmungslos Benutzer ausspähten und Daten heimlich an die Programmhersteller zurücksendeten. Seinerzeit betraf das Problem jedoch fast ausschließlich private Computernutzer. Inzwischen hat die Bedrohung durch solche Spähprogramme derart zugenommen, dass auch die IT-Abteilungen von Unternehmen reagieren müssen. „Bösartige Spyware kann heute relativ einfach in Unternehmensnetzwerke eindringen“, sagt Brian Burke, Research Manager für Sicherheitsprodukte beim US-Marktforscher IDC. Das sehen viele IT-Verantwortliche ähnlich: Einer jüngst veröffentlichten Studie des Sicherheitsanbieters Watchguard zufolge betrachten zwei Drittel aller IT-Manager Spyware als die größte Sicherheitsgefahr dieses Jahres. Nur 23 Prozent der Befragten fürchten sich dagegen vor Virenangriffen; gerade mal jeder Zehnte sorgt sich vor dem Passwortklau via E-Mail, das so genannte Phishing. Tatsächlich haben Schnüffelangriffe in der Praxis meist viel weit reichendere Folgen als etwa von Spam zugemüllte Postfächer: Massenhaft verschickte E-Mails mit Werbung für Viagra-Pillen oder Brustvergrößerungen sind zwar ärgerlich, aber meist harmlos. Mit modernen Spamfiltern lässt sich ein Großteil der Werbesendungen abfangen, bevor er überhaupt die elektronischen Postfächer erreicht. Selbst für die schlimmsten Viren entwickeln IT-Sicherheitsspezialisten wie Symantec, McAfee oder Kaspersky Lab inzwischen innerhalb weniger Stunden Abwehrmittel.

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