
Wenn ich Android will, was nehme ich?
Beim Google-Konkurrenten Apple ist die Auswahl einfach. Wer Hardware mit iOS-Betriebssystem will, kauft eben iPads, iPhones oder einen iPod touch. Dabei muss man sich nur noch die gewünschte Baureihe und den gewünschten Speicherplatz aussuchen - fertig. Zudem kommen alle frisch gekauften Geräte mit dem jeweils neuesten Betriebssystem. (Wobei die jeweils letzte Hardware-Generation oft zusätzliche Funktionen spendiert bekommt.)
Im mittlerweile weltweit dominierenden Android-Sektor wird es schon komplizierter: Zahllose Hersteller bieten Geräte an, die sich oft signifikant unterscheiden - und auch Billigschrott ist darunter. Immer wieder tauchen zum Glück aber Leuchtturm-Modelle auf, die den Kauf erleichtern. Samsungs Galaxy S3 gehörte in den vergangenen Monaten dazu oder HTCs One X.
Auch Google selbst hat zusammen mit Hardware-Partnern immer wieder eigene Geräte auf den Markt gebracht, die die "pure" Android-Erfahrung bieten und die jeweils aktuellste Software enthalten. Die Marke nennt sich Nexus - und genau hier gibt das Unternehmen in den vergangenen Monaten richtig Gas.
Wie gut ist die Google-Hardware?
Insgesamt vier Smartphones und zwei Tablets gab beziehungsweise gibt es von Google. Das Nexus One gebaut von HTC (Anfang 2010) sowie Nexus S und Galaxy Nexus gebaut von Samsung (Ende 2010, Herbst 2011) sind nicht mehr offiziell auf dem Markt, galten für ihre jeweilige Generation als gute Geräte. Google hat sich zudem stets gesteigert, was die Hardware anbetrifft. Momentan verfügbar sind:
Das Nexus 4 ist das neueste Smartphone-Modell. Es wird vom koreanischen Hersteller LG gebaut und ist ein 4,7-Zoll-Gerät mit schnellem 4-Kern-Chip. Die Hardware ist sehr solide und durchaus elegant, Nachteile sind der relativ kleine Speicher (8 beziehungsweise 16 GByte - iPhone bis zu 64 GByte) und die fehlende LTE-Unterstützung, man kann also nur mit UMTS surfen. Preislich geht es ab 300 Euro los.
Das Nexus 7 kommt von Asus, ist schon seit einigen Monaten auf dem Markt und präsentiert sich als gutes 7-Zoll-Tablet, das es mittlerweile auch mit eingebautem Funkchip und 32 GByte Speicher gibt. Die aufgerufenen 300 Euro für diese Version sind ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass es beim iPad mini mit 16 GByte und ohne UMTS bei 329 Euro losgeht.
Das Nexus 10, produziert von Samsung, ist meiner bescheidenen Meinung nach der erste echte iPad-Konkurrent mit Android-Technik. Es ist schlank, fasst sich gut an und hat einen Bildschirm, der sogar Apples Retina-Display beim iPad 3 und 4 übertrifft. Der Preis liegt bei immer noch günstigen 400 beziehungsweise 500 Euro (16 und 32 GByte).
Bild: PresseDell XPS 10
Ein Rundumpaket bekommt der Kunde mit dem neuen Dell-Tablet XPS 10. Im Handumdrehen lässt sich das Tablet zu einem Notebook umbauen - so wie auch das Surface von Microsoft.
Was es bietet: Das XPS 10 läuft mit Microsofts Betriebssystem Windows 8. Außerdem setzt Dell auf eine Diagonale von zehn Zoll. Die hohe Auflösung garantiert ein scharfes Bild. Das Tastatur-Dock ermöglicht ein komfortableres Tippen. Außerdem verlängert das Dock die Akkulaufzeit von sechs auf über zehn Stunden. Kosten soll das Gerät 580 Euro ohne Dock, 750 Euro sofern die Tastatur dazu kommt.
Fazit: Die Kombination aus Tablet und Notebook ist praktisch und der Preis dafür relativ erschwinglich.
Bild: dapdApple iPad mini
Konzern-Gründer Steve Jobs lehnte 7-Zoll-Tablets noch ab. Nun vollzieht Nachfolger Tim Cook die Kehrtwende.
Was es bietet: Mit 329 Euro Einstiegspreis für die 16-Gigabyte-Version ist das Mini das billigste Apple-Tablet. Dafür steckt im 7,9-Zöller Technik auf dem Niveau des alten iPad 2. Statt des hochgelobten Retina-Displays gibt es nur 1024 x 768-Pixel Auflösung, und auch der A5-Prozessor ist schon etwas angejahrt.
Fazit: Neben Apple-Fans ist das Mini für Computer- oder Tablet-Novizen eine attraktive Option. Verarbeitung und Bedienkonzept liegen auf gewohnt hohem Niveau, und auch das App-Angebot ist riesig.
Bild: REUTERSAmazon Kindle Fire HD
Amazon verkauft seinen 7-Zöller zum Kampfpreis. Für 199 Euro gibt’s neueste Technik – aber mit Fußangeln.
Was es bietet: Mit 1280 x 800 Bildpunkten bietet der Kindle Fire HD ein besseres Display als das iPad mini. Schließlich sollen seine Besitzer darauf Amazons E-Books lesen, Videos ansehen und MP3-Titel hören. Dank eines flotten Prozessors klappt das trotz Niedrigpreises ohne Ruckeln.
Fazit: Für Medienkonsum, Surfen und E-Mails ist der auf Googles Android basierende Kindle eine gute und günstige Wahl. Allerdings blockiert das Gerät den Zugriff auf Googles App-Store. Wer viele unterschiedliche Apps nutzen will, sollte ein anderes Gerät wählen
Bild: REUTERSGoogle Nexus 7
Googles Kampfansage an Apple: bessere Technik für wenig Geld.
Was es bietet: Das Nexus 7 hängt mit seinem 1280 x 800-Pixel-Display und dem Vierkern-Prozessor schon in der 16-Gigabyte-Version für 199 Euro das iPad mini ab. Wer das Gerät mit Mobilfunkchip haben will, zahlt 299 Euro fürs 32-Gigabyte-Modell. Das Kunststoffgehäuse kann aber mit Apples Alu-Body nicht mithalten.
Fazit: Mit seinem Zugriff auf Hunderttausende Apps und acht bis zehn Stunden Laufzeit ist Googles Kleiner – auf dem bereits die neueste Android-Version 4.2 läuft – erste Wahl für alle, denen Leistung wichtiger ist als Design und cooles Image.
Bild: REUTERSToshiba AT 270
Toshiba positioniert seinen Kompakt-Androiden als Premium-Tablet.
Was es bietet: Mit nur gut 7,8 Millimeter Dicke und dem 7,7-Zoll-Display ähnelt es dem iPad mini. Mit 1280 x 800 Pixel Auflösung aber liegt Toshiba vorn. Die 2-Megapixel-Videokonferenzkamera sowie die Erweiterbarkeit des Speichers, sprechen für Toshibas Tablet. Das 32-Gigabyte-Model ist allerdings 100 Euro teurer als ein vergleichbares iPad mini.
Fazit: Wer Android schätzt, lange Laufzeit und edles Finish, ist mit dem AT270 gut bedient – zahlt aber gut 200 Euro mehr als für ein Nexus 7.
Bild: PresseAcer Iconia W700
Das W700 ist im Format ein Tablet, in Preis und Leistung ein PC.
Was es bietet: Im Windows-8- Computer steckt jede Menge Rechenpower, inklusive eines Intel-PC-Prozessors und vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Das 11,6-Zoll-Display bietet die Full-HD-Auflösung moderner Flachfernseher. Leistung und Ausstattung gehen ins Gewicht und ins Geld: Das 950-Gramm-Tablet kostet ab 599 Euro.
Fazit: Acers Tablet ist weit mehr als ein Zweitrechner fürs Surfen auf dem Sofa. Mit Schnurlostastatur ist das W700 ein PC-Ersatz.
Bild: dpaSamsung Ativ Tab
Samsung setzt auf die Tablet-Variante des neuen Windows 8.
Was es bietet: Offizielle Preise für Samsungs 10,1-Zoll-Tablet gibt es noch nicht. Das 32-Gigabyte-Modell dürfte aber unter dem 599 Euro teuren iPad 4 liegen. Via SD-Karte ist der Speicher erweiterbar, per HDMI-Stecker lassen sich Fotos und Videos am Fernseher wiedergeben. Das 1366 x 768-Pixel-Display reicht ans Retina-Display des iPad 4 aber nicht heran.
Fazit: Mit nur 570 Gramm Gewicht ist das Ativ eine der handlichsten 10- Zoll-Optionen für Windows-8-Fans.
Bild: PresseLenovo Ideapad A2107A
Für nur 199 Euro glänzt der Androide mit einigen attraktiven Funktionen.
Was es bietet: Neben einem schnellen WLAN-Modul besitzt der 7-Zöller auch Steckplätze für zwei UMTS-SIM-Karten. Damit lassen sich günstige Sprach- und Datendienste verknüpfen oder bei Auslandsreisen lokale Telefonanbieter nutzen. Der Ein-Kern-Prozessor und das 1024 x 600-Pixel-Display passen dagegen zum Gerätepreis: Einstiegsklasse.
Fazit: Wer als mobiler Surfer viel Wert auf gute Vernetzbarkeit legt, ist mit dem Ideapad gut bedient.
Bild: REUTERSMicrosoft Surface
Mit seinem ersten eigenen Tablet-PC gelingt Microsoft mehr als ein Achtungserfolg, auch wenn der Verkauf laut Microsoft-Chef Steve Ballmer eher "bescheiden" gestartet ist.
Was es bietet: Das 10,6-Zoll-Display (1366 x 768 Pixel) erreicht bei Weitem nicht die Qualität von Apples iPad 4. Dafür glänzt Microsofts Erstling mit innovativen Funktionen – vom Standfuß bis zur Soft-Touch-Tastatur im Deckel. Acht Stunden Laufzeit und 680 Gramm Gewicht sind konkurrenzfähig. Die Office-Software ist im Preis des 579-Euro-Tablets enthalten. Darüber hinaus funktionieren auf der RT-Version des Surface nur Apps aus dem – noch recht überschaubaren – Windows-8-Store.
Fazit: Surfen, Web-Anwendungen oder E-Mails, für all das ist Windows 8 schon eine interessante Tablet-Alternative. Das App-Angebot aber muss noch wachsen.
Dell XPS 10
Ein Rundumpaket bekommt der Kunde mit dem neuen Dell-Tablet XPS 10. Im Handumdrehen lässt sich das Tablet zu einem Notebook umbauen - so wie auch das Surface von Microsoft.
Was es bietet: Das XPS 10 läuft mit Microsofts Betriebssystem Windows 8. Außerdem setzt Dell auf eine Diagonale von zehn Zoll. Die hohe Auflösung garantiert ein scharfes Bild. Das Tastatur-Dock ermöglicht ein komfortableres Tippen. Außerdem verlängert das Dock die Akkulaufzeit von sechs auf über zehn Stunden. Kosten soll das Gerät 580 Euro ohne Dock, 750 Euro sofern die Tastatur dazu kommt.
Fazit: Die Kombination aus Tablet und Notebook ist praktisch und der Preis dafür relativ erschwinglich.
Erhältlich sind die Geräte am besten bei Google direkt, manche Wiederverkäufer schlagen nämlich eine Marge drauf. Aber Achtung: Der Ansturm ist derzeit groß, Bestellungen nur teilweise möglich. Die Wartezeit kann vier Wochen und mehr betragen.
- Seite 1: Android-Wirrwarr – Welche Geräte sind wirklich gut?
- Seite 2: "Es hat Vorteile, bei Google zu kaufen"














