Von Nullen und Einsen: Das große Spiel von Microsoft

kolumneVon Nullen und Einsen: Das große Spiel von Microsoft

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Eine monumentale Aufgabe, die sich das Microsoft gesetzt hat: Windows 8 verändert Nutzergewohnheiten radikal.

Kolumne von Ben Schwan

Man kann dem Softwareriesen aus Redmond nicht vorwerfen, dass es ihm an Mut fehlt: Windows 8 hat mit seiner radikal umgestalteten Oberfläche das Zeug, die PC-Welt umzukrempeln. Microsoft ist erstmals seit langem in der Rolle des Underdogs.

Wer in den letzten Jahren Microsofts Produktstarts im PC-Bereich beobachtet hat, konnte sich ein gewisses Gähnen nicht verkneifen: Gut, da war Windows Vista, das eine hübsche neue Oberfläche lieferte und mit Windows 7 schließlich erwachsen und gut nutzbar wurde. Doch die grundlegende Technologie hat sich seit langem, trotz des Booms bei Tablet-Rechnern und Smartphones, auf dem PC-Desktop nicht verändert. Wirklich spannende Neuerungen gab es bei Microsoft woanders: Bei der Xbox 360 mit der Bewegungssteuerung Kinect beispielsweise oder beim Windows-Phone-7-Betriebssystem, das sich deutlich von Konkurrenten wie Apple (iOS) oder Google (Android) absetzte.

Nun kommt also die Revolution am Schreibtischrechner. Sie hört auf den Namen Windows 8, ist ein auf den ersten Blick neu gestaltetes Betriebssystem und wurde erstmals im vergangenen September in einer Vorabversion an Entwickler ausgegeben. Seither rätselten die IT-Auguren, wie radikal Microsofts Pläne denn nun wirklich sein würden. Mit der seit kurzem verfügbaren, kostenlosen "Consumer Preview", die ich seit längerem teste, wird nun klar, dass sich der Riese aus Redmond etwas traut: Mit einer neuen Oberfläche will man tatsächlich die gesamte aktuelle PC-Nutzererfahrung umkrempeln.

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Metro, wie das neue User-Interface heißt, ist eine gefällige Sache: Übersichtliche Kacheln zeigen Infos und erlauben den Start von Software, große Symbole und schöne Schriften wirken ganz anders als viele überladene Windows-Programme, die man seit Jahren kennt. Aus dem PC-Desktop wird eine App-Oberfläche, die Microsoft mit einem eigenen Online-Softwareladen beschickt - die Nutzung ist so einfach wie beim offensichtlichen Vorbild Apple. Die Steuerung wird entweder per Touchscreen oder Mauszeiger erledigt, wobei Microsoft hier einen vernünftigen Kompromiss gefunden hat: Man fährt den Mauscursor beispielsweise an die Bildschirmecken, um schnell Ansichten zu wechseln. Alles erinnert an die aktuellen Interfaces von Windows Phone 7 und Xbox 360 - wenn auch aufgeräumter, denn am PC steht mehr Displayfläche zur Verfügung.

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