Von Nullen und Einsen: Das iPad-Wunder bleibt aus - Seite 2

Von Nullen und Einsen: Das iPad-Wunder bleibt aus

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Apple iPad Quelle: AP
Apple iPad Quelle: AP

Auch zu möglichen Partnerschaften mit der Medienindustrie sagte Apple erstaunlich wenig. Die "New York Times" präsentierte eine aufgeblasene Version ihrer (dort sogar noch kostenlosen) iPhone-App und vom iBookstore (übrigens eine hübsche Form des Markenrecyclings) ist bislang nur bekannt, dass die größten US-Verlage mitziehen, in welchem Umfang und ob international, wird sich zeigen. Zeitschriften, für das iPad geradezu prädestiniert, blieben komplett außen vor, offenbar erwartet Apple, dass sie in App-Form aufs Gerät kommen.

Ob so die große Medienrettung aussieht, die sich die Industrie so sehr erhofft hat, muss sich erst erweisen; eventuelle kam es hinter verschlossenen Türen schlicht noch nicht zu passenden Deals, weil man fürchtet, dass Apple zum großen Megadistributor wie im Musikbereich aufsteigen könnte.

Was bleibt also vom iPad?

Nun, es ist sicher ein hübsches Gerät und auch an die Bedienung wird sich die Menschheit bestimmt gewöhnen. Ob es dem Hype auf dem Markt aber gerecht wird, dürfte Apples Marketingpower entscheiden. Das größte Plus des Geräts, nämlich die Tatsache, dass 75 Millionen Käufer von iPhone und iPod touch bereits wissen, wie sie das Teil nutzen müssen, wird der Konzern sicher ausspielen - ebenso die Abermillionen Kreditkartendaten aus iTunes, die dem Verkauf von dereinst gedruckten Medieninhalten in digitaler Form eine sofortige Geschäftsgrundlage liefern.

In Sachen Software geht jedoch noch einiges - so fehlt es noch immer an Multitasking, selbst alte iPhone-Anwendungen laufen nur in einem merkwürdigen Mini-Modus (oder hochgezoomt) einzeln für sich. Die Hauptkritik am iPad, die in den nächsten Monaten immer lauter werden dürfte, wird sich aber an Apples Software-Vertriebsmodell aufhängen: Der Computerkonzern kontrolliert auch bei diesem Gerät wieder ganz allein, was auf seine Hardware darf und welche Möglichkeiten Entwickler haben. Eine echte Öffnung wird Apple nicht wollen, sie wäre aber für Wettbewerb und Kunden äußerst gut.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.02.2010, 17:19 UhrAnonymer Benutzer: Ronny

    Also, eigentlich finde ich ganz gut, dass jemand einmal dem arroganten AAdobe-Leuten eins auf die Nase gibt und HTML5 scheint sich ja durchzusetzen wie beispielsweise die Umstellung von YouTube zeigt.
    Flash werde ich sicherlich solange ein wenig vermissen wie HTML5 sich noch nicht umfaenglich durchgesetzt hat.
    Fuer diejenigen die dringend mehr Speicherplatz braucht fuer den ist das ipad natuerlich nichts, aber die meisten User werden damit wohl klarkommen. ich werde allerdings noch warten, bis zukuenftige PAD's auch eine Cam haben (spaetestens Ende 2010 wie ich hoerte) und, naja, toasten wurde ich damit eigentlich auch gerne.
    Aber Schertz beiseite, ich schaetze das Mac OSX und das OS mobile von Apple werden wohl bald zusammenwachsen, aber das dauert noch bis 2011 schaetze ich, denn jeder der iApps nutzen moechte muss sich jetzt halt dies niedlichen i- Pod's, Pad's oder Phones zulegen muessen. Hmmmmmm, auch ich bin mir nicht sicher wie lange es noch dauert bis ich schwach werde und mir so ein PAD zulege allerdings nicht ohne Cam lieber Steve, also bau Sie bald ein.
    Ahhhhh, was soll eigentlich das Gemecker ueber den App-Store? Der Erfolg liegt doch gerade darin begruendet, das dadurch die Vermarktung so einfach geworden ist. Entwickler haben doch normalerweise wenig Lust einen eigenen Vertriebsapparat aufzubauen, oder?
    Allerdings wird Apple hoffentlich ein paar hundert Leute mehr einstellen, die eingehende APPS ueberpruefen.
    ich finde das uebrigends absolut Klasse! bei Windows hatt mich schon immer genervt, dass jede klapprige Muellsoftware das Windos-Logo bekommt und dann fleissig und ungestraft die Rechner abschiesst.
    dafuer ein bRAVO an S.J.

  • 01.02.2010, 10:45 UhrAnonymer Benutzer: schade

    hat eine riesen chance vertan ist doch nicht mehr als ein riesen iphone
    zusätzzlich brauce ich so`n ding nicht als ersatz für ein netbook bietet es zuwenig speicher zuwenig technische verbindungsmöglichkeiten etc

    ne da werden sicher bals bessere kommen

  • 29.01.2010, 20:54 UhrAnonymer Benutzer: Nicht Dumm

    Ganz egal, was kommt die i-Meute rennt hinterher.

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