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kolumne Von Nullen und Einsen: Facebooks drei Möglichkeiten

Kolumne von Ben Schwan

Kaum ein Web-2.0-Freund hätte sich träumen lassen, was für eine schlechte Börsenperformance der Social-Networking-Riese in den ersten Monaten hinlegen würde. Doch am Ende ist er noch lange nicht.

Facebook & Co. Die Aktien der jungen Internetfirmen

38 Dollar betrug der Ausgabepreis der Aktie des sozialen Netzwerks Facebook beim Börsengang. Am 18. Mai 2012 startete das US-Unternehmen an der Technologiebörse Nasdaq - die Aktie verlor bereits in den folgenden drei Wochen rund ein Drittel des Wertes. Die Kritiker sehen sich bestätigt – die Unternehmensbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar hat sich binnen weniger Tage als Luftschloss erwiesen.

Kritiker, die über Facebook sprechen, können sich aktuell eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen: In der vergangenen Woche halbierte sich der Aktienkurs fast, während die Zuckerberg-Firma weiterhin nach einem vernünftigen Mobilgeschäftsmodell fahndet. Doch wie die Sache ausgeht, ist beileibe noch nicht ausgemacht. Drei Szenarien.

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Die Mannschaft von Facebook muss gerade einen ziemlich gemeinen "Hab' ich doch gleich gesagt"-Moment erleben. Die Anteilsscheine des Social-Networking-Konzerns landeten in der vergangenen Woche dank dicker Verkäufe von Optionsbesitzern beim halben Ausgabekurs - nach nur drei Monaten an der NASDAQ, wohlgemerkt.

Der - noch immer erst - 28-jährige Firmengründer Mark Zuckerberg verlor auf dem Papier an einem Tag 600 Millionen Dollar. Doch er - zusammen mit anderen Altaktionären - dürfte die wenigsten direkten finanziellen Probleme durch die aktuelle Kurstalfahrt bekommen: Zum Börsengang verkauften die frühen Investoren Aktien für Milliarden, Zuckerberg allein 30,2 Millionen Stück zu 38 Dollar.

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Der Facebook-Kurs fiel Anfang der Woche zeitweise unter die 19-Dollar-Marke. Trotz des niedrigen Kurses hat sich der Deal für einen Investor der ersten Tage gelohnt - Peter Thiel hat seine Anteile gewinnbringend verkauft.

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Facebook dürfte für sich genommen auch kaum untergehen. Auch eine etwas mehr als halbierte Marktkapitalisierung liegt noch bei 40 Milliarden Dollar. Außerdem hat das Unternehmen immerhin 16 Milliarden beim Börsengang eingenommen, die ein recht sanftes Ruhekissen bilden dürften. Und dann wären da noch die - laut Facebook - aktuell 955 Millionen Nutzer, die von Newsfeed, Timeline, Facebook-Fotos und "Like"-Knopf nicht genug bekommen und zumindest ab und zu bei dem Netzwerkriesen vorbeischauen.

Für die Zukunft dieses Unternehmens kann ich mir genau drei Szenarien vorstellen. Möglichkeit 1: Der Wall-Street-Tiefschlag wird kompensiert und das Geschäft entwickelt sich doch noch prächtig. Möglichkeit 2: Facebook dümpelt vor sich hin und wird zu einer Art Walmart des Internet - profitabel, als Geschäftsmodell aber so spannend wie ein Discount-Supermarkt und mit einigen Ups und Downs. Möglichkeit 3: Die Sache geht in einigen Jahren gewaltig nach hinten los und Facebook bricht unter seinem eigenen Gewicht zusammen.

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