Von Nullen und Einsen: Im skandinavischen Videoparadies

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Trotz des größeren Marktes ist die Programmauswahl in Deutschland viel geringer als z.B. in Norwegen, Dänemark oder Schweden.

Kolumne von Ben Schwan

Braven Filmfreunden wird es in Deutschland nicht leicht gemacht: Komplexe Bezahlsysteme, fehlende Serienfolgen und nervig schlechte Synchronisationen stören den Videokult. Manchen Nutzer treibt das gar in Filesharing-Börsen und andere illegale Kanäle. Skandinavische Angebote, die auch von großen Medienkonzernen kommen, zeigen, wie es anders gehen kann.

Mein momentaner Lieblingskanal heißt Vox. Nein, es ist nicht jene Tochter der RTL-Group, auf der bei "X-Faktor" gekreischt wird. Stattdessen handelt es sich um einen norwegischen Kanal, der interessanterweise ausgerechnet zum hierzulande ja eher krawalligen ProSiebenSat.1-Media-Konzern gehört. Auf dem Sender, der für Menschen ab 30 gedacht ist und den ich immer gerne sehe, wenn wir im Norden sind, laufen aktuelle Folgen von hervorragenden US-Formaten wie "Mad Men" oder "Hell on Wheels" und jeden Abend darf David Letterman talken. Die einzige Sendung, in der auch mal gebrüllt wird, ist das Donald-Trump-Unternehmerdramolett "The Apprentice". Selbst die Werbepausen sind erträglich.

Im Norden ist das Angebot viel besser 

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Noch besser wird es allerdings, wenn ich ins Internet gehe: Für 129 Kronen im Monat, was knapp 18 Euro entspricht und - wie mir norwegische Freunde berichten - ein absolutes Schnäppchen ist, kann ich 13 TV-Kanäle plus eine große Auswahl an Filmen betrachten. Der Service der TVNorge-Gruppe ist aber nur einer von vielen in dem keine 5 Millionen Einwohner zählenden Land. Konkurrent TV 2 hat mit Sumo sein eigenes höchst breites Angebot am Start, ebenso die öffentlich-rechtliche Senderkette NRK. Auch hier gibt es aktuelle Unterhaltung im Original mit norwegischen Untertiteln. 

Und das Angebot ist nicht nur in Norwegen gut, auch in Dänemark und Schweden gibt es ähnliche Portale. Jüngster Leckerbissen für skandinavische Filmfreunde: Der US-Kultkanal HBO ("Game of Thrones", "True Blood") hat angekündigt, mit einem eigenen Streaming-Portal online zu gehen. Für umgerechnet 10 oder gar weniger Euro im Monat sollen hier ab Oktober die jeweils jüngsten Folgen aller aktuellen Formate sofort nach der amerikanischen Premiere online gehen. Zudem gibt es noch "alle Staffeln und alle Episoden" der bekanntesten Serien des Kanals. Gebunden sein soll man außerdem nicht nur an den Rechner, auch die Nutzung per Tablet oder Smart-TV ist angedacht. 

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