Bild: dpaSerien gehören zu den beliebtesten illegalen Downloads auf P2P-Plattformen. Die Experten von Torrentfreak haben das Downloadverhalten untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen. Ermittelt wurden sowohl die Internet- als auch die Fernsehzuschauerzahlen der jeweiligen Top-Episoden einer Serie.
Bild: dapdPlatz 10: Revolution
Eine Welt ohne Strom ist heutzutage kaum vorstellbar. Wie so eine Welt aussehen könnte, zeigt die Science-Fiction-Serie Revolution, die auf dem amerikanischen TV-Sender Network NBC ausgestrahlt wird. Die Serie wird seit dem 17. September 2012 in den USA gesendet. Die erste Staffel wurde zunächst auf 13 Episoden angesetzt, starke Einschaltquoten bewogen NBC dazu sie auf 22 zu erweitern.
Torrent-Downloads: 2.130.000
Fernsehzuschauer: 11.650.000
Bild: obsPlatz 9: Fringe – Grenzfälle des FBI
Die Mystery-Serie wird seit dem 9. September 2008 auf dem Murdoch-Sender Fox ausgestrahlt. In Deutschland wurde die Serie zum ersten Mal am 16. März 2009 auf ProSieben gezeigt. Die Serie läuft in Amerika derzeit in der fünften und auch letzten Staffel. Insgesamt wurden 100 Folgen gedreht.
Torrent-Downloads: 2.280.000
Fernsehzuschauer: 3.120.000
Bild: dapdPlatz 8: Dr. House
Krankenhausserien gibt es wie Sand am Meer. Dr. House war allerdings etwas anders als die üblichen Arztserien. House, gespielt vom britischen Schauspieler Hugh Laurie, war kein Arzt der verständnisvollen Sorte, sondern ein misanthropischer Griesgram, dessen trockener Humor Millionen Zuschauer zum Lachen brachte. Gedreht wurden acht Staffeln und insgesamt 177 Episoden. In Deutschland lief am 4. Dezember 2012 die letzte Dr. House-Folge.
Torrent-Downloads: 2.340.000
Fernsehzuschauer: 9.780.000
Bild: ShowtimePlatz 7: Homeland
Die US-Serie sicherte sich bei der diesjährigen Golden-Globe-Verleihung die Preise in der Kategorie Beste Serie-Drama und Beste Serienhauptdarstellerin-Drama (siehe Foto: Claire Danes). Weitere vier Nominierungen erhielt Homeland für die Verleihung 2013. Die Serie basiert lose auf der israelischen Serie Hatufim und feierte ihre Premiere am 2. Oktober 2011 auf dem US-Kabelsender Showtime.
Torrent-Downloads: 2.400.000
Fernsehzuschauer: 2.360.000
Bild: dapdPlatz 6: The Walking Dead
Die Zombie-Serie versetzt seit 2010 ihre Zuschauer in Angst und Schrecken. Der Schocker basiert auf der gleichnamigen Comicbuchreihe von Robert Kirkman und zeigt den Überlebenskampf einer kleinen Gruppe von überlebenden Menschen. Bisher strahlte der Pay-TV-Sender AMC drei Staffeln von The Walking Dead aus, die Produktion einer vierten Staffel wurde im Dezember 2012 genehmigt.
Torrent-Downloads: 2.550.000
Fernsehzuschauer: 10.870.000
Bild: dapdPlatz 5: Breaking Bad
Wie aus einem gewöhnlichen Bürger ein schwerer Krimineller wird, das zeigt die US-Serie Breaking Bad. Die Premiere der Serie fand am 20. Januar 2008 statt. Hauptdarsteller ist Bryan Cranston, der für seine schauspielerische Leistung in Rolle des Chemielehrers Walter White drei Emmys erhielt. Seit dem 6. Dezember 2012 wird die fünfte und letzte Staffel der Erfolgsserie gedreht.
Torrent-Downloads: 2.580.000
Fernsehzuschauer: 2.980.000
Bild: Handelsblatt OnlinePlatz 4: How I Met Your Mother
Die US-Sitcom How I Met Your Mother ist eine Dauergast im Ranking der beliebtesten Serien. Sie wird mittlerweile seit 2005 ausgestrahlt und läuft in Amerika derzeit in der achten Staffel. Seit ihrer Premiere konnte die Comedy-Serie fast durchgehend durchschnittlich neun Millionen Zuschauer an die Fernsehschirme locken. Immerhin knapp drei Millionen verfolgen über illegale Kanäle das Geschehen.
Torrent-Downloads: 2.960.000
Fernsehzuschauer: 10.140.000
Bild: dapdPlatz 3: The Big Bang Theory
The Big Bang Theory zeigt das Leben von zwei Physiknerds. Die bitterkomische Serie bedient die gängigsten Klischees über übermotivierte Wissenschaftler. Besonders der spezielle Charakter von Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper, gespielt von Jim Parsons, gibt der Serie besonderen Witz. Zurzeit wird in den USA die sechste Staffel ausgestrahlt.
Torrent-Downloads: 3.200.000
Fernsehzuschauer: 15.820.000
Bild: dapdPlatz 2: Dexter
Kann ein Serienkiller ein Serienprotagonist sein? Ja, er kann. Dexter Morgan, gespielt von Michael C. Hall ist so ein Antiheld. Im normalen Leben Familienvater und Forensiker, wird er nachts zum Rächer der Getöteten. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Antiheld und Held. Der Zuschauer muss selbst entscheiden, was er von Selbstjustiz Dexters hält. Untermalt wird die Serie mit einer Reihe von Elementen schwarzen Humors. Sie ist eines der erfolgreichsten Produkte des Kabelsenders Showtime und erfreut sich auch im Internet größter Beliebtheit. Die Showtime-Serie Dexter erreichte per Torrent sogar mehr Zuschauer als über das Fernsehen.
Torrent-Downloads: 3.850.000
Fernsehzuschauer: 2.750.000
Serien gehören zu den beliebtesten illegalen Downloads auf P2P-Plattformen. Die Experten von Torrentfreak haben das Downloadverhalten untersucht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen. Ermittelt wurden sowohl die Internet- als auch die Fernsehzuschauerzahlen der jeweiligen Top-Episoden einer Serie.
Meine Frau ist seit ungefähr zwei Tagen nicht mehr von ihrem iPad zu trennen. Und der Verursacher dieser Tablet-Sucht ist schnell gefunden: Sein Name ist Spacey, Kevin Spacey. Der silberhaarige Intensivmime aus "The Usual Suspects" oder "Margin Call" ist Star der neuen TV-Serie House of Cards, in der es dreizehn Folgen lang um die Untiefen der US-Politik geht. Und die versucht meine Frau gerade, in einem Rutsch zu sehen. Binge Viewing nennt der Amerikaner so etwas wohl, wenn ein Videoinhalt so spannend ist.
Habe ich gerade TV-Serie gesagt? Nein, das "TV" ist falsch: "Internet-Serie" wäre richtiger. "House of Cards" ist die erste zu 100 Prozent für einen Online-Medienanbieter geschaffen Unterhaltungsreihe, den US-Anbieter Netflix. Der beginnt gerade schrittweise damit, Europa zu erobern: Nach Großbritannien und Irland im vergangenen Frühjahr ist nun seit kurzem mit den skandinavischen Ländern Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland auch der Kontinent an der Reihe. Umgerechnet schlappe zehn Euro im Monat kostet der Spaß, der erste Probemonat ist gratis. Da wir gerade im Norden sind, konnten wir testen.
Die Anmeldung ist simpel: Netflix verlangt eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, fertig. Doch halt, die Kreditkarte muss es dann doch sein: Falls man vor Ende des Probemonats nicht kündigt, muss ja etwas belastet werden. Anschließend wird man aber auch schon zur Website vorgelassen und kann sich anschauen, was es zu sehen gibt. Vor den ersten Filmgenuss hat der Videodienst allerdings noch etwas Konfigurationsarbeit gesetzt: So soll man, um nachher eine angemessene Auswahl zu erhalten, die Lieblingsgenres vergleichsweise detailliert eingeben. Das geht dann in mehreren Stufen und sorgt dafür, dass die Auswahl, die man ohne Bemühen der Suchfunktion auf der Startseite findet, einigermaßen zum eigenen Geschmack passt.
Das Netflix-Inhaltangebot changiert je nach Genre zwischen umfassend und lückenhaft. Es gibt zahlreiche Kinohits und Klassiker, das Angebot an Dokumentationen ist umfangreich. Brandneu sind die Kinofilme rechtebedingt nicht - der Netflix-Nutzer muss immer auch etwas Geduld haben. Da findet man dann beispielsweise "Madagascar", aber nicht den zweiten und dritten Teil. Ähnliches gilt für das TV-Repertoire. So gibt es in Skandinavien beispielsweise mehrere Staffeln von "Weeds", "Mad Men" oder "The Walking Dead" zu sehen, aber leider natürlich nie die allerneueste.
Das hängt wiederum nicht nur an Netflix, sondern vor allem n den Content-Lieferanten, die ihre jeweils frischeste Staffel dann doch am liebsten ans Fernsehen verkaufen und dort Erstrechte vergeben. Zudem kommt es vor, dass Inhalte, die bereits bei Netflix vorhanden waren, dort auch wieder verschwinden - was höchst nervig sein kann. Ist man jedoch einmal ehrlich, gibt es für die zehn Euro im Monat nicht viel zu meckern, insbesondere wenn man bedenkt, dass man in Skandinavien beispielsweise für ein digitales Standard-TV-Paket problemlos 50 Euro im Monat blecht.
Bild: PressePhilips 42PFL6907K
Sein Displayrahmen ist so dünn, dass das TV-Bild des neuen Philips vor der Wand zu schweben scheint. Das Ambilight-Hintergrundlicht, dessen Farbe sich an den Bildinhalt anpasst, verstärkt diesen Effekt noch.
1400 Euro
Bild: PresseLG 42LM670S
Das Online-Portal des LG bietet nicht nur Zugriff auf TV-Apps, Videos und 3-D-Filme aus dem Internet. Die Flash-Software im Browser ermöglicht es auch, Abermillionen von Multimediainhalten aus dem Netz wiederzugeben.
1300 Euro
Bild: PresseSamsung UE40 ES 8090
Mikrofon und Web-Cam im Displayrahmen machen es nicht nur möglich, Videotelefonate über die integrierte Skype-TV-App zu führen. Samsungs Smart-TV lässt sich damit zudem per Sprachbefehl und Handbewegungen steuern.
1700 Euro
Bild: PressePanasonic TX-P50 VT50E
Um die Navigation im Web zu erleichtern, steckt in der Fernbedienung der VT-Serie ein Touchpad. Via WLAN lassen sich TV-Bilder und Videos auch auf Tablet oder Smartphone übertragen.
Preis: 2100 Euro
Bild: PresseLoewe Connect ID 40
Der Fernseher bringt nicht nur hochauflösende TV-Bilder auf den Schirm. Sein Festplatten-Rekorder zeichnet sie Wunsch auch auf. Den Weg ins Netz öffnen TV-Apps und ein vollwertiger Web-Browser.
2400 Euro
Bild: PresseSony KDL-40 HX855
TV-Bilder und Media- und Videotheken im Netz führt Sonys Web-Fernseher übersichtlich zusammen. Über zahlreiche nachladbare TV-Apps lassen sich Gerät und Funktionen zusätzlich personalisieren.
1400 Euro
Philips 42PFL6907K
Sein Displayrahmen ist so dünn, dass das TV-Bild des neuen Philips vor der Wand zu schweben scheint. Das Ambilight-Hintergrundlicht, dessen Farbe sich an den Bildinhalt anpasst, verstärkt diesen Effekt noch.
1400 Euro
Spannend wird Netflix in den nächsten Monaten durch das wachsende Angebot an exklusivem Material. "House of Cards" macht hier nur den Anfang, zuvor hatte es mit der Mafia-Komödie Lillyhammer, einer Kooperation mit dem norwegischen Fernsehen, einen ersten (und meiner Meinung nach sehr gelungenen) Versuchsballon gegeben. Im Mai geht es mit der lange erwarteten vierten Staffel von "Arrested Development" weiter. Und Netflix fängt laut eigenen Angaben erst an: Man versuche, so schnell wie möglich zum populären US-Premium-Kanal HBO aufzuschließen, bevor dieser zu Netflix aufschließen könne, heißt es von der Firma.
Doch es gibt natürlich auch Schattenseiten. So ist Netflix technisch noch nicht ganz perfekt. Auf unserem Testrechner, einem Mac, wird ebenso wie unter Windows das Microsoft-Plug-in "Silverlight" zur Videoanzeige vorausgesetzt. Dabei hat der Softwareriese selbst diesen einstmals als Flash-Konkurrenten gedachten Code mittlerweile mit Windows 8 aufs Abstellgleis geschoben. Will man Silverlight nicht installieren, weil man unnötige Zusatzsoftware auch aus Sicherheitsgründen meidet, kann man Netflix auf dem Computer nicht nutzen. Hier muss der Dienst schleunigst nachlegen.
Dass es auch anders geht, zeigt die Netflix-Unterstützung für iPad, iPhone und Co - hier läuft alles ordentlich ohne jedes nervige Plug-in. Die App, die noch in der ersten Version den Ruf eines etwas hakeligen Werkzeuges hatte, ist mittlerweile stabil, erlaubt einen schnellen Zugriff auf das Netflix-Angebot. Ist die Internet-Verbindung okay - DSL mit 16 Megabit sollten es am besten schon sein - schaut man viele Stunden unbeschwert. Manchmal will es aber auch nicht klappen, dann hilft nur ein Neustart der App. Die Netflix-Anwendungen für verschiedene Geräte wie Smart-TVs, Xbox 360, Apple TV oder Nintendo Wii haben nicht alle die gleiche Qualität - manche App ist ordentlich zu bedienen, manch andere wirkt arg zusammengeschustert.
Doch die Richtung stimmt: Was Netflix gerade auffährt, könnte tatsächlich die Zukunft des Fernsehens sein. Besonders lobenswert ist die Art der Präsentation: Statt 13 Wochen warten zu müssen, bis alle Folgen einer Show wie "House of Cards" im Fernsehen abgefeuert wurden, erhält man alle Episoden einfach auf einmal. Eine Idee, die kein TV-Programmmacher versteht, jedem Internet-Nutzer aber sofort einleuchtet. Zudem starten die Netflix-eigenen Serien gleich weltweit: Mit nervigen Länderrechtefragen muss sich der Videodienst nicht herumschlagen, weil er ordentliche Verträge abschließt.
Ein bisschen erinnert mich dieser Ansatz an einen Vorschlag, den "Mega"-Betreiber Kim Schmitz kürzlich auf Twitter als Rezept gegen illegales Filesharing verbreitete: 1. Schaffe großartige Inhalte. 2. Mach' sie einfach zu erwerben. 3. Gleichzeitige weltweite Verfügbarkeit. 4. Mach' einen fairen Preis. 5. Verfügbarkeit der Inhalte auf allen Endgeräten." Netflix hat das (fast) geschafft.






















