Von Nullen und Einsen: Jailbreak - Einbruch ins iPhone

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Das Smartphone kann vieles - aber mit Jailbreak geht noch mehr.

Kolumne von Ben Schwan

Mit einem Jailbreak kann man Apple-Geräten neue Funktionen beibringen, an die der Hersteller noch gar nicht gedacht hat. Seit kurzem liegt ein besonders einfach zu bedienendes Programm dafür vor. Ein Selbstversuch.

"evasiOn" macht es Jailbreakern wirklich einfach. Die kleine Software, die es für Windows-, Linux- und Mac-Rechner gibt, erlaubt es seit der vor einigen Wochen erschienenen iOS-Version 6.1 nach längerer Wartezeit endlich wieder, iPhone, iPad oder iPod touch von Restriktionen zu befreien, die Apple den Geräten verordnet hat. Dazu gehört beispielsweise, das man nichts am Betriebssystem drehen kann, was der Hersteller nicht selbst erlaubt. 

Der Jailbreak an sich ist dank "evasi0n" in knapp fünf Minuten erledigt: Man muss nur der Anleitung folgen, hier und da einen Knopf betätigen, auf einen Neustart warten, fertig. Nach der Jailbreak-Installation erhält das iPhone zunächst einmal eine zusätzliche Hauptanlaufstelle: Cydia, eine Anwendung, die die Installation, den Kauf und das Management von Jailbreak-Programmen erlaubt. Sie ist quasi der App Store für Jailbreaker.

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Und ein Jailbreak erlaubt feine Sachen - eine schier unendliche Auswahl an möglichen Hacks und Tweaks. So kann man dem iPhone beispielsweise abgewöhnen, die Nutzung des Mobilfunknetzes zu beschränken, Icons und Einstellungsmenüs verschönern, neue Widgets mit Wischgesten anzeigen lassen und vieles mehr. Die Jailbreak-Zentrale Cydia lässt sich dabei in verschiedenen Modi betreiben, wovon der "User"-Modus der für Normalnutzer sinnvollste ist. Hier werden nur einigermaßen stabile Programmpakete angezeigt. 

Cydia an sich ist nicht die schnellste App. Quasi dauernd wird im Internet nach neuen Paketversionen gesucht, die Datenbank abgeglichen oder sonst irgendein File heruntergeladen. Eine Apple-artige Leichtigkeit ist dabei nicht zu spüren. Um herauszufinden, was sich überhaupt zu installieren lohnt, sollte man die verschiedenen Szeneblogs einer Lektüre unterziehen - das iDownloadBlog oder iPhonehacks sind gute Anlaufstellen.

Jailbreak-Programme sind indes keineswegs immer umsonst. Die richtig guten Apps sind kostenpflichtig. So zahlt man für das praktische Multitasking-Überblickswerkzeug Auxo zwei Dollar, für die Gestensteuerung

Zephyr fünf Dollar, für den Dateimanager iFile vier Dollar und die Widget-Maschine IntelliScreenX gar zehn Dollar. Kommerzfrei ist die Jailbreak-Szene also nicht.

Bezahlung per Amazon oder Paypal

Besonders angenehm ist das Bezahlen bei Cydia zudem nicht geregelt. Statt nur einen einzigen Account wie bei Apple zu verwenden, trennt Cydia schön nach Identifikation (per Google- oder Facebook-Account) und Payment-Plattform. Letztere ist entweder Amazon - wo man, wenn man möchte, einen Account hinterlegen kann - oder Paypal, wobei man hier sein Passwort stets neu eingegeben muss. Zwischenzeitlich vergaß Cydia zudem unseren Test-Account, so dass man schlimmstenfalls gleich zwei Passwörter eintippen musste.

Zudem gibt es auch Restriktionen seitens der Hersteller. IntelliScreenX darf man beispielsweise nur auf einem iPhone, einem iPad und einem iPod touch installieren, nicht etwa auf den Geräten der Ehefrau. Immerhin darf man diese und andere Apps vor dem Kauf ausprobieren - nach dem guten, alten Shareware-Prinzip gibt's dann einige Tage oder Wochen Gratisnutzung, bevor man freundlich aber bestimmt zur Zahlung aufgefordert wird.

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