Von Nullen und Einsen: Microsoft Office 365 - Wer braucht noch ein Büro?

ThemaMicrosoft

kolumneVon Nullen und Einsen: Microsoft Office 365 - Wer braucht noch ein Büro?

Bild vergrößern

Microsoft will unter dem Schlagwort "Office 365" den Markt für Bürosoftware revolutionieren. Aber benötigt man diesen großen Haufen monolithischer Software bei vergleichbaren Webanwendungen und der Vielzahl an Alternativen überhaupt noch?

Kolumne von Ben Schwan

Microsoft will mit einem neuen Konzept den Markt für Büroprogramme umkrempeln. Doch so verlockend "Office 365" auch klingt - sind solche monolithischen Produkte heute überhaupt noch zeitgemäß?

Ich gebe zu - so wirklich schlecht ist Microsofts neuer Büropaket-Deal, der unter dem Schlagwort Office 365 vermarktet wird, nicht. Für 100 Euro im Jahr oder 10 Euro im Monat erhält man Zugriff auf alle Office-Programme unter der Sonne inklusive der früher einmal sehr teuren Datenbank Access - und kann all die Werkzeuge sogar auf bis zu fünf PCs oder Macs (bei letzterem allerdings nur in der älteren Version Mac Office 2011) installieren. Als Sahnehäubchen gibt Microsoft auch noch 60 Telefonminuten ins Fest- und Mobilnetz bei seiner Voice-over-IP-Tochter Skype dazu und packt eine Online-Festplatte mit 20 Gigabyte Speicherplatz obendrauf.

Anzeige

Die Frage, die sich mir bei dieser durchaus interessanten Paketaktion allerdings stellt, ist naheliegend: Benötigt man diesen großen Haufen monolithischer Software überhaupt noch? Sind Büroanwendungen nicht längst ins Internet gewandert beziehungsweise lassen sich entsprechende Aufgaben nicht problemlos mit freier Software wie LibreOffice erledigen?

Zunächst einmal: Gäbe es heutzutage nicht so viele Alternativen zu Microsofts legendärer Programmsammlung, wäre Office 365 mit seinen brandneuen Office-2013-Werkzeugen wie Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013, OneNote 2013, Outlook 2013, Access 2013 und Publisher 2013 ein Sofortkauf. Insbesondere jene, die alle Teile von Office benötigen, sparen - schließlich kostet eine Einzellizenz ohne Abo (Office 2013 Professional) und für einen einzigen PC schlappe 539 Euro als Neuware. Bei Otto Normalnutzer dürfte das allerdings nicht der Fall sein, der greift eher zur Version Office Home and Student für 139 Euro, die Word, Excel, PowerPoint und OneNote enthält - alternativ vielleicht noch für 269 Euro zu Office Home and Business, bei dem zusätzlich die Mail- und Kontaktlösung Outlook mitgeliefert wird. Das heißt: Spätestens nach zwei (Office Home and Student) oder drei (Office Home and Business) Jahren zahlt man mit Office 365 drauf - bedenkt man einmal, dass beileibe nicht jeder Nutzer fünf Lizenzen benötigt, die es bei Office 365 "einfach so" dazu gibt.

Microsoft betont, dass man mit Office 365 ja auch jeweils frische Updates kostenlos dazu erhält. Das lohnt sich aber nur dann, wenn Microsoft wirklich schnell mit der nächsten großen Version seines Büropakets kommen sollte - zwischen Office 2010 und Office 2013 lagen knapp zweieinhalb Jahre.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%