Von Nullen und Einsen: Mini-Sensor bringt Faule auf Trab

kolumneVon Nullen und Einsen: Mini-Sensor bringt Faule auf Trab

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Der frisch auf dem deutschen Markt eingeführte Sensor "Fitbit Ultra" dient zur Bewegungsanalyse und als Schlaftracker. Der Marktpreis liegt bei 100 Euro.

Kolumne von Ben Schwan

Viele Menschen bewegen sich zu wenig und merken das im stressigen Alltag auch kaum. So sehr der Ausgleichssport am Wochenende hilft - es wäre wesentlich sinnvoller, jeden Tag etwas zu tun. Der Minisensor Fitbit Ultra verspricht, dabei zu helfen: Er erfasst den ganzen Tag über und sogar im Schlaf, ob und wie wir uns bewegen.

Quantified Self nennt sich eine wachsende Internet-Bewegung, deren Mitglieder versuchen, möglichst viele Daten über ihren eigenen Körper zu erfassen. Das kann durchaus ins Obsessive gehen - mancher "QS"-Fanatiker notiert sich neben jeder Mahlzeit und jeder geschlafenen Stunde auch den täglichen Stuhlgang. Ziel dabei ist stets, mehr über sich selbst zu erfahren und gesünder zu leben; Hilfsmittel sind häufig Sensoren mit Internet-Anschluss, die die Informationserfassung erleichtern.

Als eine Art Einstiegsdroge in Sachen "Quantified Self" kann der gerade in Deutschland auf den Markt kommende Fitbit Ultra gelten. Das USB-Stick-große Gerät des US-Start-ups Fitbit, das man an der Hosentasche oder der Jacke trägt, beinhaltet einen dreiachsigen Beschleunigungssensor sowie einen Höhenmesser. Der 100 Euro teure Tracker führt laufend Buch darüber, wie und ob man sich bewegt und zeigt dies auf einem gut lesbaren OLED-Display an. Messbar sind sowohl die Anzahl der Schritte als auch die zurückgelegten Kilometer, woraus wiederum verbrauchte Kalorien berechnet werden. Der Höhenmesser kann außerdem bestimmen, wie viele Stockwerke man schon hinter sich gebracht hat. In der Nacht wird der Fitbit darüber hinaus zum Schlafsensor: Dabei trägt man ihn mit Hilfe eines mitgelieferten Stoffbändchens am Arm.

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Kabellos die Bewegungsdaten auswerten

Die ermittelten Daten bleiben nicht auf das Gerät beschränkt. Eine beigelegte Basisstation lädt den Fitbit nicht nur auf, sondern dient auch dazu, die gewonnenen Daten an PC oder Mac zu übertragen - das geht sogar drahtlos über das Kurzstreckenprotokoll ANT, wenn man sich in einem Radius von vier bis fünf Metern befindet. Die Infos werden anschließend ins Internet hochgeladen, wo sie der Server von Fitbit dann auswertet und über eine Web-Schnittstelle zugänglich macht.

Im Selbstversuch, den ich zusammen mit meiner Frau über ein Wochenende und mehrere Arbeitstage durchführte, zeigte sich schnell, dass die Grundidee von Fitbit durchaus clever ist: Man wird dazu genötigt, sich mit der persönlichen Bewegungsfaulheit zu beschäftigen - und das Tag für Tag. Die Schritterfassung an sich ist schon sehr praktisch, weil sie Aha-Momente liefert. Wirklich spannend wird die Sache aber durch das Faktum, dass Fitbit spielerische Elemente eingebaut hat. So zeigt das persönliche Dashboard täglich gnadenlos, welche Werte man erreicht hat und wie man im Vergleich zum Durchschnitt dasteht.

Fitbit setzt Ziele. So soll man jeden Tag mindestens 10.000 Schritte hinter sich bringen, was rund 8 Kilometern entspricht. Bei einem aktiven Lebensstil ist das gar nicht so schwer: Meiner Frau reichte ein Tag voller Besorgungen in der Stadt samt kurzem Training und Hundespaziergang. Bei mir, der ich einen meiner Testtage vor allem auf dem Hinterteil verbrachte, mussten es schon zwei größere Einzelspaziergänge sein, um mein Pensum einzuhalten.

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