Von Nullen und Einsen: Neun Aspekte zum Wagnis Windows 8

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kolumneVon Nullen und Einsen: Neun Aspekte zum Wagnis Windows 8

Kolumne von Ben Schwan

Die Wartezeit hat ein Ende, am Freitag kommt Windows 8 auf den Markt. Es ist das wohl revolutionärste PC-Betriebssystem, das Microsoft seit langem auf den Markt gebracht hat. Und es ist teilweise so anders, dass es Nutzer zumindest anfangs eher verwirren denn erfreuen könnte. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Welche Hardware-Voraussetzungen hat Windows 8?

Windows 8 läuft laut Microsoft auf Maschinen, die schon jetzt den Vorgänger Windows 7 ausführen können: Es benötigt einen mindestens 1 Gigahertz schnellen Prozessor, minimal 1 GB RAM (für die 64-Bit-Version 2 GB) und mindestens 16 GB (64-Bit-Version: 20 GB) freien Festplattenplatz. Hinzu kommt eine Grafikkarte, die zum Standard DirectX 9 mit einem sogenannten WDDM-Treiber kompatibel ist. Die Bildschirmauflösung sollte am besten mindestens 1366 mal 768 Bildpunkte betragen, um die Standardfunktionen wie das "Snap"-Feature, mit dem man mehrere Anwendungen nebeneinander pinnen kann, auch nutzen zu können.

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Um wirklich Spaß mit dem System zu haben und auch mal ein Spielchen wagen zu können, sollte der PC zwei bis drei Jahre alt sein. Will man die neuen Touchscreen-Funktionen nutzen, muss bei einem stationären PC ein passender Bildschirm her, ein mobiles Gerät muss als Tablet oder Laptop mit Multitouch-Schirm ausgeführt sein. Windows 8 lässt sich aber auch mit der Maus bedienen.

Was kostet Windows 8?

Hier kommt es auf die Version an - und die Frage, ob man bereits die Vorversion besitzt. Die Standard-Version wird als sogenannte OEM-Variante, die am kostengünstigsten ist, rund 100 Euro kosten. Möchte man die mit Unternehmensfunktion ausgerüstet Pro-Version, zahlt man 140 Euro. Upgrades von Windows XP oder 7 sind in der Pro-Version beispielsweise für knapp 55 Euro zu haben. Viele Nutzer werden Windows 8 außerdem zusammen mit einem neuen PC erhalten.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Windows

  • Ändert sich die Bedienung?

    Besitzer von Handys mit Windows-Phone-Betriebssystem kennen die quadratischen Kacheln der neuen Programmoberfläche bereits. Sie gibt es künftig auch für PCs sowie für Tablet-Rechner, deren Gebrauch sie durch die
    Fingerbedienung erleichtern. Auf dem PC tut’s ein Mausklick. Die gewohnte PCOberfläche erreichen Freunde der klassischen Window-Optik über eine Kachel.

  • Läuft Windows 8 auf meinem alten PC?

    Mindestens wer einen Windows-7-tauglichen PC besitzt, der sollte auch Windows 8 installieren können. Selbst ältere Netbooks sollten damit klarkommen. Anders sieht es bei Handys aus. Ein Update von Windows Phone 7 oder 7.5 auf Version 8 ist wegen der geänderten Hardwareanforderungen nicht möglich.

  • Laufen alte Programme auf Windows 8?

    Mehrheitlich ja. PC-Programme für Windows 7 sollten mit Windows 8 klarkommen. Gleiches gilt für Smartphone-Apps, die für Windows 7.5 entwickelt wurden. Sie sollten funktionieren, wenn der Besitzer auf ein Handy mit Windows Phone 8 umsteigt und sein Benutzerkonto auf das neue Gerät überträgt.

  • Was kostet Windows 8?

    PC-Besitzern bietet Microsoft Windows 8 zum Kampfpreis: Ab Verkaufsstart Ende Oktober bekommen Windows-Nutzer die Software bis 31. Januar 2013 für knapp 40 Dollar als Download aus dem Netz. Der Euro-Preis ist noch offen.

Ich habe einen relativ neuen PC, der die Anforderungen erfüllt. Sollte ich sofort auf Windows 8 aktualisieren?

Zwar testet Microsoft sein neues Betriebssystem schon sehr lange und es wirkt auch im Dauerbetrieb stabil. Die Erfahrung lehrt aber, dass etwas Geduld beim Wechsel durchaus sinnvoll sein kann. Gönnt man sich einige Monate Wartezeit vor dem Upgrade, dürften auch die gängigsten Geräte allesamt mit Windows 8 kompatibel sein und auch Software-Anbieter haben aktualisiert. Zudem könnte Microsoft schnell ein erstes Update für Windows 8 nachschieben, das erst im Massenbetrieb auftauchende Fehler ausbügelt.

Was ist so anders an Windows 8?

Microsoft versucht mit seinem neuen Betriebssystem, zwei Herren zu dienen: Der regulären PC- und der Tabletwelt. Ziel der Übung ist es, Boden gegenüber Konkurrenten wie Apple mit seinem iPad gut zu machen - diese Maschinen ersetzen mehr und mehr Laptops und gefährden damit Microsofts Brot- und Buttergeschäft. Windows 8 ist daher eigentlich zwei Betriebssysteme. Zum einen gibt es den guten, alten Desktop, der sich nur ganz leicht verändert hat. Zum anderen und sofort deutlich sichtbar ist die neue Windows-8-Oberfläche, die bis vor kurzem noch unter dem Begriff "Metro" lief. (Microsoft musste den Namen aufgrund eines drohenden Markenrechtsstreits mit der deutschen Metro AG aufgeben.)

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