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Von Nullen und Einsen: Tach auch, Science Fiction

Kolumne von Ben Schwan

Bei einem Abendspaziergang mit seiner Frau und seinem iPhone in Berlin stellt WiWo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan überrascht fest: Die Zukunft ist längst hier - und selbst raffgierige Mobilfunkanbieter halten sie nicht auf.

Ben Schwan
WiWo-Technik-Kolumnist Ben Schwan lebt als Journalist in Berlin

Vergangene Woche unternahm ich mit meiner Frau einen hübschen Abendspaziergang durch das Berliner Regierungsviertel. Es ging zunächst am Lehrter Bahnhof vorbei (den irgendein Dödel bei der Deutschen Bahn "Hauptbahnhof" getauft hat, aber das ist ein anderes Thema), dann über die Brücke zum Haus, in dem Angela Merkel nicht wohnt (die lebt gegenüber dem Pergamon-Museum) und schließlich um den Reichstag herum in Richtung Brandenburger Tor

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Während der ganzen Zeit musste ich tierisch aufpassen, dass ich nicht gegen eine der zahlreichen modischen Straßenlaternen, die das des Nachts nahezu menschenleere Machtzentrum erleuchten, knallte: Begleiter neben meiner Liebsten war nämlich das am gleichen Tage angekommene neue iPhone 3GS. Und selbiges Mobiltelefon nutzte ich natürlich gleich, um meiner Frau zu demonstrieren, was technisch heute alles möglich ist.

Tatsächlich finde ich nämlich, dass wir trotz aller Unzulänglichkeiten moderner Produkte inzwischen in einer Art Science Fiction-Zeitalter leben. Es sind Dinge machbar, vor denen wir vor 20 Jahren nur träumen konnten. So führte mich mein iPhone mit einer Genauigkeit von drei bis fünf Metern durch das (mir natürlich wohl bekannte) Regierungsviertel, was ich meiner Süßen natürlich alle paar Meter demonstrieren musste. Ich konnte ihr ortsbezogen sogar in zwei Sekunden mitteilen, wo der nächste Urologe seiner Praxis hatte!

Als wir an einer lauten wie kaum besuchten Strandparty vorbeikamen, probierte ich Shazam aus - und konnte meiner Frau mit zwei Bildschirmtippern erläutern, welcher genaue Song von Modern Talking da aus den Boxen schallte.

Besonders stolz war ich auch auf die Möglichkeit, mein iPhone mal eben um neue Funktionalitäten zu erweitern - und das in der Zeit, an der wir an der Ampel warteten. Plötzlich konnte mein Gerät die Feuerwehr von Miami abhören.

Klaro, wahrscheinlich wäre es cooler gewesen, wenn ich den Berliner Polizeifunk reingekriegt hätte, aber immerhin, es beeindruckte meine Maus durchaus.

Cool ist es auch, mein Handy durch Spracheingabe zu steuern: Zwar musste ich mit dem iPhone auf Englisch kommunizieren, weil ich zu blöd war, die deutsche Spracheinstellung zu finden, aber immerhin - nach dreimaligem "Call Zeitansage" funktionierte es, ganz ohne Training.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 08.02.2011, 14:24 UhrAnonymer Benutzer: Hans Kneggler

    Das Probelm ist:
    Es gibt Menschen, die WOLLEN DAS GANZE TECHNiKGEDÖNS NiCHT !
    Viele könne das garnicht, weil sie es nicht verstehen können (ältere und Renter)
    aber viele WOLLEN DAS bEWUSST NiCHT, WEiL ES iNFORMATiONSMÜLL darstellt !

    Tja, das ist halt Pech liebe Firmen, die ihr gerne ein Volk hättet wo alle snur noch im Netz macht, wo man natülirhc dann super überwachen kann. Das ist PECH, denn das wird so nicht laufen. Viele werden sich die Rosinen rauspicken, und KEiN FACEbOOK KEiN TWiTTER und keine sonstigen Mist machen, den sie nicht brauchen.

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