Von Nullen und Einsen: Was Apples neues Betriebssystem taugt

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Ein vollmundiger Werbespruch aus dem Hause Apple: "The world's most advanced desktop operating system gets even better."

Kolumne von Ben Schwan

Microsoft ruft im Herbst mit Windows 8 die Revolution aus, Apple setzt auf die Politik der kleinen Schritte: Mit Mountain Lion liegt seit kurzem das jüngste Betriebssystem für Mac-Rechner vor. Ein Erfahrungsbericht nach zwei Wochen Nutzung zeigt, ob sich die Anschaffung lohnt oder man den Berglöwen besser links liegen lässt.

Apple hat für "Mountain Lion", sein jüngstes Rechnerbetriebssystem für Mac-Maschinen, auf seiner US-Website einen vollmundigen Werbespruch parat: "The world's most advanced desktop operating system gets even better." Man kann von solcherlei Propagandaaussagen halten, was man will, doch eines ist schon mal korrekt: OS X Mountain Lion ist besser als sein Vorgänger, der auf den Namen "OS X Lion" hörte - wenn nicht revolutionär, dann doch evolutionär.

Dabei folgt der Computerkonzern einer Strategie der kleinen Schritte, die ganz anders ist als beim großen Konkurrenten Microsoft. Dessen nächste Betriebssystemversion Windows 8 verspricht nicht weniger als eine Umkrempelung der PC-Nutzung - aus einem Desktop-Betriebssystem wird eine kombinierte Oberfläche für Tastaturcomputer und Tablet. Bei Apple werden beide Welten noch strikt getrennt: iPad und iPhone laufen mit dem für sie angepassten iOS, OS X auf Macs.

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Nicht, dass Apple es sich nehmen ließe, iOS-Funktionen auf den Desktop zu holen - sinnvolle Features, etwa die von den Mobilgeräten bekannte Nachrichtenzentrale, sind nun in Mountain Lion gelandet. Doch grundsätzlich bleiben es getrennte Ansätze. Ich muss zugeben, dass mir das besser gefällt als bei Microsoft: Apple muss so keine Kompromisse eingehen und kann sich nur die iOS-Funktionen rauspicken, die auch passen. Windows 8 dagegen macht zwar - so legt es die neueste Vorabversion nahe - vieles gut, muss aber stets Kompromisse eingehen: Neben hippen Tablet-Freunden soll die Software ja auch noch konservativen Buchhaltungsabteilungen als PC-Grundlage dienen. Man springt damit zwischen "Metro", dem neuen Look, und der alten Desktop-Oberfläche hin und her.

Für langjährige Mac-Nutzer sieht Mountain Lion nach der erfreulich problemlosen Installation - Apple vertreibt sein Betriebssystem nur noch per Internet, eine Breitbandleitung wird vorausgesetzt - kaum anders aus als der Vorgänger. Die Unterschiede stecken im Detail. Dinge, die in Lion noch störend waren, etwa die kaum fassbaren Scrollbalken oder das nicht sehr hübsche Dock, in dem die Icons sitzen, wurden subtil überarbeitet - optisch aufgemöbelt oder grafisch so verändert, dass sie nützlicher oder zumindest schöner werden. Dank verbessertem Innenleben fühlt sich der Berglöwe auch schneller an, z.B. bei der Arbeit als Dateiserver. Das Unfertige, das Lion auszeichnete, weil es Apples erster Versuch war, mehr iOS-Elemente auf den Mac zu holen, ist weg.

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