Von Nullen und Einsen: Was tun, wenn das WLAN wackelt

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Drahtloses Internet ist eine feine Sache, wenn es funktioniert. Das Problem: Immer mehr Netze auf immer weniger Raum sorgen für einbrechende Datenraten. Doch es gibt Abhilfe.

Kolumne von Ben Schwan

Kaum eine Technik hat sich in den letzten zehn Jahren schneller verbreitet als drahtloses Internet für den Heimgebrauch. Das führt zu Wachstumsschmerzen, die immer mehr Nutzer spüren. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan liefert Tipps gegen WLAN-Wehwehchen.

Der durchschlagende Erfolg der Wireless Local Area Networks in den letzten zehn Jahren ist schnell erklärt: Die Technik ist billig, weltweit standardisiert und von jedermann ohne großen Aufwand zu realisieren. Kauft man sich einen DSL- oder Kabel-Internet-Anschluss, ist ein WLAN-fähiger Router fast immer sofort dabei - auf Rechner-, Smartphone- und Tablet-Seite gibt es wiederum kaum ein Gerät mehr, das keinen WLAN-Empfangschip enthalten würde. Hinzu kommt, dass die WLAN-Verwendung außerhalb kostenpflichtiger Netze wie etwa in Hotels oder auf Flughäfen nichts kostet: Man baut sein eigenes drahtloses Internet auf, das auf freien Bändern funkt. Kein WLAN-Nutzer musste jemals zu einer Frequenzauktion fahren.

Trotzdem muss man sich wundern, dass die WLAN-Technik so zuverlässig funktioniert, wie sie das aktuell noch tut. Wenn ich in meiner Wohnung in der Berliner Innenstadt bin, kann ich gleichzeitig zwischen einem und zwei Dutzend unterschiedlicher Basisstationen in meinem Umfeld sehen, die wild durcheinander funken. Selbst im ländlichen Raum kommt es mittlerweile selten vor, dass man den Luftraum in seiner Umgebung für sich allein hat - verfügen die Nachbarn links und rechts mal über keine Basisstation, ist das eher die Ausnahme als die Regel. WLAN-Wehwehchen nehmen zu: Verbindungen brechen weg und Datenraten gehen in den Keller. Das liegt daran, dass die Technik zumindest in ihrer frühen Form, die vielfach noch verwendet wird, nicht besonders effizient mit dem vorhandenen Frequenzspektrum umgeht. Außerdem denken Nutzer häufig nicht daran, ihr hauseigenes WLAN auf die persönliche Situation zuzuschneiden. Stecken in den Wänden Bauteile, die Funkwellen blockieren, muss man sich Alternativen überlegen. Doch zum Glück gibt es schnelle und kostengünstige Abhilfe, die ich im folgenden in fünf einzelne Tipps unterteilt habe.

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1. Testen Sie die Abdeckung.

Nicht immer steht der WLAN-Router am idealen Ort. Deshalb ist es wichtig, die Sendeleistung am besten in allen Bereichen der Wohnung zu testen, in denen man online gehen will. Dazu gibt es diverse Werkzeuge, die oft nichts oder nur wenig kosten. Nutzer von Android-Handys können beispielsweise den Wifi Analyzer nutzen und den Empfang Zentimeter für Zentimeter überprüfen. Dabei kann man auch mit verschiedenen Kanaleinstellungen experimentieren, die die Router-Software oftmals bietet: Manchmal hilft es, lieber auf Kanal 13 zu funken als auf dem häufiger verwendeten Kanal 1 oder 5. Und auch für Laptops gibt es Analysewerkzeuge: Auf jedem Mac von Apple befindet sich das Airport-Dienstprogramm, mit dem man die Signalstärke überprüfen kann, Windows-Nutzer können den Wi-Fi-Inspector nutzen.

2. Wechseln Sie die Frequenz.

Die meisten WLAN-Nutzer verwenden noch immer die Standards 802.11b und 802.11g. Diese arbeiten auf der weltweit überlaufenen Frequenz um 2,4 Gigahertz. Dabei gibt es längst die Weiterentwicklung 802.11n, die mittlerweile auch von immer mehr Smartphones und Tablets (beispielsweise iPad und iPhone 5) unterstützt wird. 802.11n funkt nicht auf 2,4 Gigahertz, sondern auf Wunsch auch auf 5 Gigahertz, einem Band, das viel weniger verwendet wird. Das hat allerdings nicht nur Vorteile: Die Reichweite ist eventuell geringer. Dafür lassen sich Daten aber auch mit höherer Bandbreite übertragen: Schafft man in einem 802.11g-Netz beispielsweise nur 1,5 bis 2 Megabyte in der Sekunde, können es bei 802.11n durchaus 5 bis 10 Megabyte werden. Das ist auch dann hilfreich, wenn man größere Datenmengen zwischen verschiedenen Heimrechnern übertragen möchte.

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