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Vorreiter Apple: Schönheit als Erfolgsrezept

von Martin Weigert Quelle: Netzwertig.com

Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.

Apple Quelle: dpa
Was fürs Auge - das gilt eigentlich für alle Produkte aus dem Hause Apple. Quelle: dpa

Die westliche Welt steht vor dem Eintritt in eine neue Ära: Eine Zeit, in der Design und Ästhetik nicht mehr länger nur die Leidenschaft einer kleinen, gutbetuchten Minderheit darstellen. Nach einem Jahrhundert des Wohlstandsaufbaus und der Befriedigung grundlegender Konsumbedürfnisse durch stark marketinggetriebene, aber nicht immer emotional berührende Produkte verändert sich der Anspruch von Konsumenten: Güter und Dienste müssen nicht mehr nur ihre kommunizierte Aufgabe erfüllen, sondern dies auf eine schöne, die Sinne betörende Art erledigen.

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Stimmige Optik bei Apple-Produkten

Kein Unternehmen hat dies so gut und frühzeitig verstanden wie Apple. Waren Ästhetik und Eleganz bisher Merkmale von Luxusherstellern mit einer exquisiten, stark begrenzten Zielgruppe, hat Apple Schönheit als Qualitätskriterium und übergreifendes Konzept der Harmonie aus Hardware, Software und Design für gute, nicht billige aber dennoch für viele erschwingliche Produkte massentauglich gemacht. 37 Millionen verkaufte iPhones und 15,4 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal sprechen ebenso eine deutliche Sprache wie die Tatsache, dass im rückläufigen Notebook-Markt ausgerechnet das optisch und in puncto Form beeindruckende MacBook Air deutlich Zuwächse verzeichnen kann.

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Firmencredo "Schönheit"

Ob Apple den allgemeinen Sinneswandel von Verbrauchern mitverursacht oder diesen lediglich rechtzeitig vorhergesehen hat, sei einmal dahin gestellt. Tatsache ist, dass sich der Design-Fokus nicht mehr länger auf den Konzern aus Cupertino beschränkt. So hatten wir neulich schon auf den Trend zu bildhübschen mobilen Applikationen hingewiesen, der sukzessive die Anforderungen der Anwender an mobile Webangebote verändert und im finalen Schritt zum Ende hässlicher Apps führen wird. Auch bei Google vollzieht sich momentan ein beachtlicher Strategie- und Mentalitätswechsel. Firmenchef Larry Page scheint der bisher stark technisch, rational und sachlich geprägten Aura des Unternehmens mittlerweile nicht mehr viel abgewinnen zu können. Parallel zum neuen Fokus auf menschlichen Verbindungen und Interaktionen hat der Firmengründer, der im vergangenen Jahr den CEO-Posten von Eric Schmidt übernahm, “Schönheit” als neues Firmencredo ausgemacht. Ex-TechCrunch-Autorin Sarah Lacy beschreibt in ihrem neuen Blog PandoDaily, wie Google-intern in letzter Zeit ungewöhnlich häufig über Schönheit im Bezug auf Produkte gesprochen wird.

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