Voting: Private versus Öffentliche Schulen: wiwo.de-Leser verdächtig einig

Voting: Private versus Öffentliche Schulen: wiwo.de-Leser verdächtig einig

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Das Ergebnis der wiwo.de-Umfrage zur Förderung von Privatschulen am 24.04.2008 um 8:30 Uhr: 95 Prozent Zustimmung nach einer E-Mail des Bundes freier Waldorfschulen

Auf wiwo.de stimmen die Leser in unserem aktuellen Voting darüber ab, ob private Schulen im selben Ausmaß staatliche Förderung verdienen wie öffentlich geführte. Das Ergebnis ist ein erstaunlich klares Ja – doch es hat einen kleinen Schönheitsfehler.

Mit der aktuellen Frage der Woche hat die Online-Redaktion der WirtschaftsWoche ein Thema angesprochen, das viele Leser beschäftigt. Seit Tagen gehört unsere Abstimmung zu den meistgeklickten Artikeln auf wiwo.de. Mit dieser starken Reaktion auf unsere Umfrage zum Thema Privatschulen hatten wir gar nicht gerechnet . Wir fragten, ob die öffentliche Hand Privatschulen im selben Ausmaß fördern soll wie öffentliche Schulen -  oder ob sich der Staat aus der Finanzierung von Privatschulen raushalten soll.

Die Resonanz überraschte uns ebenso wie das Ergebnis. Denn seit einigen Tagen pendelt die Zahl jener, die sich für gleiche Förderung  von privaten Schulen aussprechen, zwischen 90 und 95 Prozent.

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Eine so eindeutige Antwort hatten wir ehrlich gesagt nicht erwartet – und sie machte uns stutzig. Zustimmungsraten von über 90 Prozent mögen in totalitären Staaten häufig vorkommen. Bei Online-Umfragen ist solch traute Einstimmigkeit jedoch äußerst rar.  Kein Wunder. 

Ein Leser erhellte das mysteriöse Abstimmungsverhalten. Am Montag, den 21. April, um 10:39  Uhr  hatte der Verband der freien Waldorfschulen eine E-Mail an alle seine Mitglieder versandt. In dem Schreiben – das wiwo.de in Kopie vorliegt - wies der Verband auf die Abstimmung auf wiwo.de hin und berichtete, dass aktuell eine knappe Mehrheit der Leserstimmen gegen eine Gleichstellung der Förderung abgegeben worden war.

Danach folgte ein Zusatz, der eine mehr als eindeutige Aufforderung enthielt: „In dieser für uns überaus wichtigen Frage zeichnet sich momentan ab […] , dass  mehr Stimmen gegen eine gleiche Förderungen von Schulen in freier  Trägerschaft sind als dafür. Daher bitten wir Sie, fleißig mitzustimmen, damit ein  > anderes  > Signal entsteht.“

Damit hier unsererseits kein falsches Signal entsteht: Es steht jedem unserer Leser frei, andere Leser auf wiwo.de-Artikel aufmerksam zu machen. Und wir heißen jeden zusätzlichen Leser auf den Seiten von wiwo.de herzlich willkommen. Doch wie die Abstimmungsergebnisse zeigen, hat die unverhohlene Aufforderung mehr als ausgereicht, um ein „anderes Signal“ zu setzen.

Der Bund der Freien Waldorfschulen, den wiwo.de telefonisch um eine Stellungnahme bat, sieht das naturgemäß anders: „Von außen kann das seltsam erscheinen, aber das sind Eltern, die nach freiem Willen abstimmen“, sagte Albrecht Hüttig, Vorstandsmitglied des Bundes Freier Waldorfschulen, gegenüber wiwo.de. Sein Verband sei basisdemokratisch und hätte auf Aufforderung von Eltern reagiert. „Wir sehen das mit großer Freude, was sie da gemacht haben“, so Hüttig weiter.

Das kann die wiwo.de-Redaktion von der E-Mail des Verbands nicht so ganz behaupten. Denn sie hat dazu beigetragen, dass sich unser Umfrage-Ergebnis massiv veränderte. Wir überlassen es unseren Lesern, die Umfrage-Ergebnisse für sich zu interpretieren.

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