Wearables, Big Data und Co.: Digitale Begriffe sind für Deutsche Neuland

Wearables, Big Data und Co.: Digitale Begriffe sind für Deutsche Neuland

"Weara-What?" "Phablet", "mCommerce"? Nie gehört? Kein Wunder: Einer aktuellen Umfrage zufolge sind digitale Begriffe für die meisten Deutschen noch völliges Neuland.

Es war ein denkwürdiger, nicht gerade ruhmreicher Tag für Bundeskanzlerin Angela Merkel, als sie am 19. Juni 2013 im Beisein von US-Präsident Barack Obama den Satz fallen ließ: „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ Und das ausgerechnet in dem Jahr, in dem das Internet seinen 30. Geburtstag feierte. Die Kanzlerin erntete Spott im gesamten Netz – Regierungssprecher Steffen Seibert bemühte sich noch, zu erklären, dass die Kanzlerin das doch ganz anders gemeint habe.

Wie Angela Merkel diesen Satz auch immer gemeint hat: Sie steht offensichtlich nicht alleine da – jedenfalls was die Bekanntheit von digitalen Begriffen angeht. Das Marktforschungsinstitut TNS-Infratest führte jüngst eine Umfrage durch und wollte wissen, ob sich der deutsche Bundesbürger unter den Begriffen „Social Media“, „Big Data“, „Wearables“ oder „Phablet“ etwas Konkretes vorstellen kann. Das Ergebnis: Für die allermeisten sind diese digitalen Begriffe Neuland.

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Quelle: Presseinformation TNS Infratest.

Am unbekanntesten von allen: die „Wearables“ – also Computertechnologien, die man am Körper tragen kann, wie zum Beispiel Smartwatches oder Datenbrillen. Mit dem Oberbegriff zu diesen Technik-Trends können allerdings gerade mal 13 Prozent der Befragten etwas anfangen. 86 Prozent ist der Begriff gänzlich unbekannt.

Ähnlich steht es um die Begriffe „Big Data“, „Industrie 4.0“ oder „mCommerce“. Mindestens dreiviertel der Befragten kennen die Begriffe nicht, nur ein Bruchteil kann sie inhaltlich beschreiben. Am besten schneidet noch der Begriff „Social Media“ ab. Hierbei gaben nur 36 Prozent der Befragten an, den Begriff nicht zu kennen, knapp zwei Drittel der Befragten kann mit dem Begriff, der soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter beschreibt, etwas anfangen. Aber auch wenn die meisten den Begriff kennen: Ihn auch wirklich beschreiben kann nicht einmal die Hälfte (38 Prozent). Einen Begriff zu kennen, heißt also noch lange nicht, ihn auch verstanden zu haben.

Facebook, Twitter und Co. Deutsche sind Social-Media-Muffel

Auf Selfies posten haben die Deutschen keine Lust. Nur jeder Zweite ist in einem sozialen Netzwerk unterwegs. Damit belegen die Deutschen zusammen mit den Pakistani den letzten Platz im internationalen Vergleich.

Zwar gut angebunden, aber schlecht vernetzt. Deutsche Internetnutzer sind wenig bei sozialen Medien. Quelle: dpa

Im Durschnitt können die Deutschen nur zu zwei der insgesamt 14 erfragten Begriffe eine nähere Beschreibung abgeben. Bei den unter 30-Jährigen sind es durchschnittlich vier Begriffe, bei den über 60-Jährigen ist es nicht mal einer. Ob die 61-jährige Angela Merkel bei der Erhebung auch befragt wurde, ist nicht bekannt.

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