Webindex 2013: Deutschland bleibt unter seinen Möglichkeiten

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Webindex 2013: Deutschland bleibt unter seinen Möglichkeiten

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Wer hat Zugang zum Internet? Und welche Informationen finde ich dort? Deutschland bleibt im Webindex 2013 hinter anderen Industrienationen zurück.

Deutschland macht beim Internetzugang nur eine mäßige Figur. Im Webindex 2013 kann es lediglich mit seiner Barrierefreiheit hervorstechen.

Deutschland steht im Webindex 2013 unter den Industrienationen nur im Mittelfeld. In dem aktuellen Bericht kommt Deutschland wie schon im letzten Jahr auf Platz 16. Seinen besten Wert erzielte Deutschland beim Nutzen des Internets für Unternehmen. Der Report der World Wide Web Foundation testet seit zehn Jahren unter anderem, welcher Anteil der Bevölkerung Zugang zum Netz hat und wie frei Informationen darin zugänglich sind. Sie hat für ihren Report 81 Länder auf ihren Umgang mit dem Internet untersucht. Auf den ersten Plätzen liegen Schweden, Norwegen, Großbritannien und die USA. Schlusslicht ist Jemen.

Die Autoren der Studie untersuchten zum Beispiel welche Informationen zu demokratischen Prozessen, Sexualität und Katastrophenwarnungen in den jeweiligen Ländern verfügbar sind. Sie bemängeln unter anderem, dass in vielen geprüften Ländern Informationen für Frauen gänzlich fehlen.

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Mobiles Internet Großstädte versagen bei schnellem Internet

Immer mehr Menschen haben Smartphones und nutzen unterwegs mobiles Internet. Jetzt hat sich herausgestellt: Weltstädte wie New York und London können in Sachen Internetgeschwindigkeit aber nicht mithalten.

Obwohl immer mehr Menschen Smartphones benutzen, sind die Mobilfunk-Netze in Metropolen schlecht. Quelle: REUTERS

Gute Platzierung für USA und GB - trotz Überwachung

Die USA und Großbritannien werden trotz ihrer guten Platzierung für ihre Überwachungspraxis gerügt. Insgesamt müssten laut Bericht 94 Prozent der überprüften Länder ihre Datenschutzgesetze dringend überarbeiten. In mehr als 30 Prozent der Länder bemängelt die Organisation politische Zensur. "Einige Regierungen fühlen sich durch die Verbreitung des Internets bedroht", sagte Sir Tim Berners-Lee, Erfinder des WWW und Gründer der gleichnamigen Stiftung. "Immer mehr Überwachung und Zensur bedrohen die Zukunft der Demokratie."

Trotz des weltweiten Nachholbedarfs haben die Autoren der Studie auch positive Effekte der Internetnutzung ausgemacht. Sie stellen fest, dass soziale Medien einen Einfluss auch auf die Zustände in der analogen Welt hätten. Besonders gelobt wird Deutschland für seine Strategie zur Barrierefreiheit von Regierungswebseiten. Nur Südkorea, Frankreich und Katar hätten neben der Bundesrepublik die Barrierefreiheit zur Priorität der Regierung erklärt.

Schnelles Internet für alle Breitband-Ausbau könnte 20 Milliarden Euro kosten

Ab 2018 soll jeder Haushalt in Deutschland schnelles Internet haben. Das haben Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen festgelegt. IT-Experten befürchten aber, dass eine Milliarde vom Bund nicht reicht.

In Deutschland sollen bald alle schnelles Internet haben. Quelle: dpa

Das Internet als Entwicklungsindikator

Was der Bericht der Stiftung besonders deutlich zeigt, ist der Unterschied zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. So taucht außer Marokko kein einziges Entwicklungsland auf den Plätzen 1 bis 50 auf. Grundsätzlich gilt: Je höher das Pro-Kopf-Einkommen, desto höher ist das Webindex-Ranking. Eine Ausnahme bildet das reiche Qatar auf Platz 51.

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