WhatsApp: Chatten im Browser - mit Einschränkungen

WhatsApp: Chatten im Browser - mit Einschränkungen

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Der Chatdienst WhatsApp hat weltweit über 700 Millionen Nutzer.

Die neue Webversion von WhatsApp verbindet das Smartphone mit dem Interbrowser auf dem PC. Die Neuheit ist jedoch mit vielen Einschränkungen verbunden.

WhatsApp zählt über 700 Millionen Nutzer, wie CEO Jan Koum zu Beginn des Jahres auf Facebook verkündete. Nun folgt die nächste Neuigkeit des Programms, das im vergangenen Jahr von Facebook gekauft wurde: WhatsApp kann nun mit dem Webbrowser genutzt werden.

Dafür müssen Nutzer die App öffnen und einen QR-Code von der WhatsApp-Seite scannen. Daraufhin verbindet sich das Internetfenster mit dem Handy und spiegelt alle Unterhaltungen vom Smartphone in die Weboberfläche. Heißt konkret: Es ist weiterhin ein Smartphone notwendig. Auf beiden Geräten werden die Chats angezeigt und erhalten.

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Jedoch kommt die Neuheit mit einigen Einschränkungen. Zum einen funktioniert die Web-Version nur mit dem Google Chrome Browser. In Deutschland liegt der Marktanteil von Chrome jedoch bei 26 Prozent, weit hinter Firefox (42 Prozent).

Zum anderen sind iPhone-Nutzer außen vor. "Leider ist es uns momentan nicht möglich, den Web-Client für unsere iOS Benutzer zur Verfügung zu stellen, da es Limitierungen bei der Apple-Plattform gibt", erklärt das Unternehmen. Im Klartext: Apple stellt sich quer.

Dabei sind allein in Deutschland ein Fünftel aller verkauften Smartphones aus der Apple-Schmiede. Außerdem ist noch unklar, ob und welche Sicherheitslücken durch die Kopplung von Handy und Webbrowser entstehen könnten.

Was an Whatsapp Kopfschmerzen bereitet

  • Laxer Umgang mit Datenschutz

    Whatsapp überträgt die Kontakte im Adressbuch auf seine Server in den USA – in Zeiten mächtiger Geheimdienste kein angenehmer Gedanke. Hinzu kommt: Durch die Offenlegung der Handynummern erfahren andere Leute, dass man die App nutzt – zumindest, wenn sie diese auch installiert haben und im Adressbuch stehen.

  • Zweifel an der Verschlüsselung

    Lange wurden die Whatsapp-Nachrichten unverschlüsselt übertragen. Auch der inzwischen eingesetzten Verschlüsselungstechnologie hegen Experten Zweifel.

  • Sicherheitsbedenken

    Schon mehrfach stand Whatsapp wegen des laxen Umgangs mit Sicherheitsfragen in der Kritik – das betrifft nicht nur die Verschlüsselung. So konnten eine Zeit lang Whatsapp-Nutzerkonten relativ leicht gekapert werden. Nach Einschätzung einer Sicherheitsfirma kann auch der Bezahlprozess ausspioniert werden.

  • Soziale Kontrolle

    In der Standardeinstellung der App ist für jeden Nutzer ist einsehbar, wann die Kontakte das letzte Mal den Dienst genutzt haben. Es kommt vor, dass darüber Mütter kontrollieren, ob ihre Babysitter zu Hause noch wach sind – denn die verdaddeln die Zeit oft genug mit Whatsapp. Die App ermöglicht also eine gewisse soziale Kontrolle.

  • Undurchsichtige Firma

    Über die Firma Whatsapp ist wenig bekannt, die Macher meiden die Öffentlichkeit weitgehend. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen.

Ebenfalls ärgerlich: Wer über den Webbrowser chatten will, muss die Geräte jedes mal neu synchronisieren. Im Vergleich zur Chat-Alternative Telegram erscheint das eher unkomfortabel. So bietet die kostenlose Konkurrenz seit langem eine Weboberfläche an, bei der Nutzer den synchronen Login speichern können.

Der mobile Chatdienst WhatsApp verschickt laut Unternehmensangaben über 30 Milliarden Nachrichten, 700 Millionen Fotos und 1 Million Videos weltweit. Viele Nutzer haben die Synchronisation von Smartphone und Browser erwartet. Immerhin chattet es sich mit Tastatur und Bildschirm nicht nur angenehmer, sondern auch deutlich unauffälliger im Büro.

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