WhatsApp, Facebook, Skype: Sicherheitsexperten raten von Schnüffel-Apps ab

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Viele Apps sollten auf privat angeschafften, aber auch geschäftlich genutzten Smartphones nicht eingesetzt werden. Die WirtschaftsWoche hat eine Analyse der meistverwendeten Apps im Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die beliebtesten Apps in Deutschland gehören auch zu den gefährlichsten.

29 der 88 beliebtesten Applikationen in Deutschland greifen nach einer Analyse des Sicherheitsunternehmens Trend Micro im Auftrag der WirtschaftsWoche so viele Daten ab, dass sie auf privat angeschafften, aber auch geschäftlich genutzten Smartphones nicht eingesetzt werden sollten. Dabei sind die Apps unter Googles Betriebssystem Android noch anfälliger, weil Google weniger rigide Sicherheitsvorgaben durchsetzt als Konkurrent Apple.

Zu den 16 von insgesamt 88 geprüften Smartphone-Apps, die Trend Micro als „sehr kritisch“ einstuft, zählen ausgesprochen beliebte Apps. So etwa die sozialen Netzwerke Facebook und LinkedIn, der Kurznachrichtendienst WhatsApp, die Internet-Telefoniesoftware Skype, die ÖPNV-Auskunft und die Navigations-App von Navigon. „Ein Einsatz im Unternehmen ist nicht zu empfehlen“, warnt Raimund Genes, Technik-Chef bei Trend Micro, in der kommenden Ausgabe der WirtschaftsWoche.

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Problematisch ist, dass die Apps teils umfassend auf Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mails, Browserdaten, genaue Standortdaten und Nutzerkonten in den Telefonen zugreifen und diese Daten zum Teil sogar an den Software-Anbieter übermitteln, ohne dass die App vorher um Erlaubnis fragt. Da viele dieser Server zudem in den USA stehen, bleiben auch strenge deutsche und europäische Datenschutzregeln wirkungslos.

13 weitere Apps stuft die Trend Micro als immerhin noch „kritisch“ ein. Sie greifen genauso viele Daten ab, fragen aber zuvor um Erlaubnis. Dabei profitieren die App-Entwickler aber von der Nachlässigkeit der Nutzer, die die Nutzungsbedingungen beim Download meist ungelesen akzeptieren. Welche Daten dann unbemerkt mitgelesen und teils kopiert werden, bleibt den meisten Nutzern damit verborgen.

Zu diesen kritischen Programmen zählen die Apps des Online-Auktionshaus Ebay, der Kurzmeldungs-Dienst Twitter und die Nachrichten-App von Bloomberg, der DB-Navigator der Deutschen Bahn, der Einkaufshelfer Barcoo, der beim Shoppen Strichcodes entschlüsselt, und das bei Jugendlichen sehr beliebte Spiel Mega Jump.

Als unbedenklich stuften die Experten lediglich 30 der beliebtesten 88 Android-Apps in Deutschland ein.

radio.de
Richtigstellung

Bei der Analyse der App radio.de im Rahmen des Artikels „Sicherheitsexperten raten von Schnüffel-Apps ab“, veröffentlicht bei „wiwo.de“ am 11. Januar 2013, ist dem Sicherheitsunternehmen ein Fehler unterlaufen. Die Einstufung als „sehr kritisch“, „Schnüffel-App“ und/oder „böse“ oder „gefährlich“ ist falsch. Die App kann auf geschäftlich genutzten Smartphones heruntergeladen werden. Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mail, Browserdaten, Konten und/oder genaue Standortdaten werden nicht ausgelesen und/oder übermittelt.

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