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Whatsapp: Nachrichten schreiben im Namen Anderer

von Andreas Sebayang Quelle: Golem

Die Kurznachrichtenanwendung Whatsapp ist nicht sicher. Es reichen wenige, leicht zu beschaffende Informationen, und schon kann jeder im Namen eines anderen Nachrichten abschicken. Eine Webanwendung vereinfacht Angriffe auf Nutzer des Dienstes, die ihr Passwort oft unbewusst an andere schicken.

Das Kommunikationstool Whatsapp gehört zu den beliebtesten Apps im Apple- und Android-Store. Doch das Gratis-Chatten kann einige Gefahren mit sich bringen. Quelle: www.whatsapp.com
Das Kommunikationstool Whatsapp gehört zu den beliebtesten Apps im Apple- und Android-Store. Doch das Gratis-Chatten kann einige Gefahren mit sich bringen. Quelle: www.whatsapp.com

Die Kurznachrichtenanwendung Whatsapp ist schön einfach in der Handhabung, dafür aber auch unsicher. Wie leicht es ist, einen Account zu übernehmen, zeigt nun eine neue Webanwendung. Sascha Gehlich hat die Anwendung geschrieben, die sich die bereits bekannten Schwachstellen von Whatsapp zunutze macht. Bereits in der vergangenen Woche ist es Heise Security gelungen, mit einfachen Skripten Whatsapp-Zugänge zu übernehmen. Es genügen wenige Informationen eines Opfers, um sich beim Nachrichtendienst anzumelden.

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Administratoren kennen Passwörter

Die Webanwendung braucht nichts weiter als die Telefonnummer des Opfers sowie entweder die IMEI oder einfach die Mac-Adresse des WLAN-Moduls. Letzteres ist ohne weiteres herauszufinden und betrifft iPhone-Nutzer. Die Mac-Adresse dient Whatsapp sozusagen als vorgegebenes und unveränderbares Passwort. Sie ist dabei einem recht großen Nutzerkreis grundsätzlich bekannt. Der Administrator eines WLANs kann in der Regel sehen, welche Geräte sich angemeldet haben. Diese werden über die Mac-Adresse identifiziert. Aber auch normale Nutzer mit der völlig legitimen Netzwerkanwendung Fing, die wir in unseren Werkzeugkasten aufgenommen haben, können plötzlich Passwörter einsammeln.

USA

Die Amerikaner fliegen auf einen kleinen gefiederten Detektiv namens Perry.  Das Disney-Spiel „Where’s My Perry“ (Foto, deutscher Name: „Wo ist mein Perry?“) ist derzeit die beliebteste Bezahl-App für das iPhone in den USA. „Wo ist mein Perry“ ist ähnlich wie die Disney-App „Wo ist mein Wasser“ ein unterhaltsames Rätsel-Spiel, das auf den Gesetzes in der Physik beruht. Als Hauptfigur steht diesmal nicht wie bei „Wo ist mein Wasser“ ein Krokodil im Mittelpunkt, sondern ein Schnabeltier mit Schlapphut. Das Spiel kostet in Deutschland 79 Cent.

Unter den Gratis-Apps liegt bei den Amerikanern Googles neue iPhone-Version des Browsers Chrome auf dem ersten Platz. Der Google-Browser bietet unter anderem eine Synchronisation mit Chrome-Installationen auf Mac, PC, Android und iPad an. Voraussetzung ist, dass sich der Nutzer per Google-Account bei Chrome einloggt. In Kanada sind die beiden Top-platzierten Apps identisch.

Bild: PR

Vorgegebene Zugangsdaten

Die IMEI zu erlangen ist mitunter noch einfacher. Bei einigen Smartphones ist das Pseudopasswort praktischerweise auf der Rückseite aufgedruckt. Aber auch hier gibt es alternative Wege im System, um an dieses feste Passwort zu gelangen. Sowohl Mac-Adresse als auch IMEI sind weltweit eindeutig. Nur wenige Geräte erlauben eine Änderung dieser Daten. Warum die Whatsapp-Entwickler fest vorgegebene Informationen als Passwörter nutzen, ist bisher unbekannt.

Mit diesen Informationen kann sich nun jeder auf der Whatsapp-Webapp als andere Person ausgeben und beispielsweise verunglimpfende Nachrichten verschicken. Im Interview mit Gulli.com gibt Gehlich an, dass er mehrmals beim Schreiben der Webanwendung mit dem Kopf schütteln musste. Zu offensichtlich sind die Sicherheitslücken für ihn gewesen. Es ist prinzipiell sogar möglich, dass das Opfer gar nicht bemerkt, dass ein anderer Nachrichten verschickt.

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