Windows 8.1, 8.2 und 9: Microsofts großes Update-Chaos

ThemaMicrosoft

Windows 8.1, 8.2 und 9: Microsofts großes Update-Chaos

Bild vergrößern

Das undatierte Handout zeigt den Startscreen von Windows 8.1. Microsoft hat mit Windows 8.1 mit einigen Problemen des Vorgängers aufgeräumt. Nun sind weitere Updates und neue Versionen geplant.

Quelle: Microsoft/dpa

von Meike Lorenzen und Thomas Kuhn

Windows 8 ist etwas mehr als ein Jahr alt, Windows 8.1 nur wenige Monate jung. Und schon ist die Rede von weiteren Updates und gar einer neuen Version, die 2015 erscheinen soll. Warum Microsoft so getrieben wird.

Es ist die Geschichte des größten Softwareunternehmens der Welt, das auf einmal der Konkurrenz hinterherhechelt. Microsofts Windows mit den Office-Programmen Word, Excel und Powerpoint galt viele Jahre als nahezu alternativlos – zumindest für den Großteil der Bevölkerung. Wer einfach nur mit seinem PC arbeiten wollte oder musste, installierte ab Anfang der 90er Jahre das Betriebssystem mit der simplen Benutzeroberfläche und Ordnerstruktur. Es war die Zeit, in der Jahr für Jahr mehr und mehr Computer verkauft wurden. Und Microsoft machte mit den Software-Lizenzen ein gigantisches Geschäft. Inzwischen ist klar, dass sich die Cash-Cow "Lizenz-CD" nicht ewig melken lässt. Grund ist der Boom des mobilen Internets und den neuen Geschäftsmodellen anderer Anbieter.

Seitdem Steve Jobs im Januar 2007 das iPhone vorgestellt hat, greifen die Kunden vermehrt zu Smartphones und zu Tablets. Unternehmen wie Apple und Samsung beherrschen statt HP, Intel oder IBM den Markt. Seit zwei Jahren sind die Verkäufe von PCs und Notebooks inzwischen merklich im Sinkflug. 2013 haben die Hersteller klassischer Computer den bisher größten Absatzrückgang aller Zeiten verzeichnen müssen. Um zehn Prozent schrumpfte der Markt, wie die Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC berechnet haben. Damit hat der Markt nun das Niveau von 2009 erreicht.

Anzeige

Während Betriebssysteme wie Apples OS und iOS sowie Googles Android vom Boom profitieren, gerät Windows trotz insgesamt sehr guter Microsoft-Umsätze ins Hintertreffen. Kein Wunder, dass das Unternehmen unter Noch-Chef Steve Ballmer die Kehrtwende eingeleitet hat. Künftig will Microsoft zum einen stärker auf eigene Hardware setzen – wie das Tablet Surface oder neue Geräte, die mit dem Kauf von Nokias Smartphone-Sparte sicher kommen werden (Details zu konkreten Plänen sind noch nicht bekannt). Zum anderen will das Unternehmen seinen Service – und damit auch seine Software – verbessern und mobil tauglich machen.

Den Anfang machte das viel gescholtene Windows 8 (anfangs für 30 Euro, inzwischen für knapp 120 Euro im Laden erhältlich). Mit dem neuen Betriebssystem wollte Microsoft endlich den Anschluss schaffen. Dafür mussten große Veränderungen her. Kacheloptik ran, Startbutton weg – die treuen Kunden waren irritiert, der Erklärungsbedarf gigantisch. Der Versuch, Touchoptik mit Mouse-Anwendung zu verheiraten, scheiterte. Hersteller und Käufer waren nach dem zum Recht gelobten Windows 7 vom Nachfolger alles andere als begeistert.

Das Betriebssystem wurde bereits im Oktober 2012 an den Start gebracht und ist seitdem eine Dauerbaustelle des Unternehmens aus Redmond. Ein Jahr später legte Microsoft mit dem Update Windows 8.1 nach und versuchte so die schlimmsten Fehler auszubügeln. „Wir haben zugehört“, sagte Steve Ballmer als er das Programm erstmals vorstellte, das Windows 8 aus dem Kinderschuhen helfen soll. Man wolle mit dem Update die konkreten Beschwerden der Kunden aufgreifen und mit einem Gratis-Update aus der Welt schaffen. Und tatsächlich kam mit Windows 8.1 im Oktober 2013 der Startbutton wieder. Doch die vollumfänglichen Funktionen von Windows 7 bekommt der Knopf nicht.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%