Windows 8.1: Windows-Updates anfällig für Überwachung

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Windows 8.1: Windows-Updates anfällig für Überwachung

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Hintergrund-Updates von Windows bieten laut dem Fachmagazin c't Angriffsfläche für Geheimdienste.

von Timo Stukenberg

Microsoft bietet Firmen mit Windows 8.1 mehr Kontrolle über die Geräte ihrer Angestellten und macht sie mobiler. Gleichzeitig laufen Windows-Nutzer Gefahr ausspioniert zu werden.

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein großer Sprung für Windows 8: Nachdem Microsoft vor rund einem Monat seine Vorschau auf die Publikumsversion von Windows 8.1 veröffentlichte, hat der Konzern jetzt eine Vorschau für die Unternehmensversion vorgelegt. Während die Publikumsvariante größtenteils kosmetische Änderungen und eine angepasste Bedienung lieferte, bietet die neue Version für Firmen allerlei handfeste Neuheiten.

Mit dem Windows To Go Creator können IT-Abteilungen einen vollständigen Windows-8.1-Desktop auf einem USB-Stick speichern – und auf jedem Gerät eines Mitarbeiters nutzen. Das dürfte den Aufwand für IT-Abteilungen deutlich reduzieren. Neue Angestellte oder solche aus anderen Filialen bringen ihre Geräte mit ins Büro und bekommen die komplette Benutzeroberfläche auf einem Stick.

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Mehr Kontakt nach draußen

Wer nicht vom Büro aus arbeitet, musste sich früher mit einem separaten VPN-Client in das Firmennetzwerk einwählen. Mit Microsofts VPN-Alternative Directaccess sparen sich die Nutzer diesen Umweg. Außerdem können IT-Administratoren auf die Endgeräte der Angestellten Richtlinien und Softwareupdates einspielen, auch wenn diese über den Globus verstreut sind.

Microsoft hat nicht nur den Kontakt zu den Endgeräten der Angestellten weiterentwickelt. Die IT-Abteilung hat auch mehr Kontrolle über das Betriebssystem der Mitarbeiter. So kann sie den Desktop nicht nur auf einem Stick weitergeben, sie kann auch zentral steuern, was darauf zu sehen ist. Außerdem regelt sie, welche Daten und Apps die Mitarbeiter speichern und nutzen können.

Kontrolle für alle, außer für die Nutzer

Auf der anderen Seite muss auch ein Kontrollverlust in Kauf genommen werden. „Auf die Verschlüsselung von Windows kann man sich nicht wirklich verlassen“, schreibt das Fachmagazin c’t. Über eine weitgehend unbekannte Funktion könnten den Nutzern unbemerkt Zertifikate untergeschoben werden, mit denen zum Beispiel Geheimdienste Zugriff auf die Geräte der Nutzer bekommen.

Zertifikate sind nicht per se schädlich. Online-Banking-Seiten nutzen sie zum Beispiel, um wichtige Daten verschlüsselt zu übertragen. Um die richtigen Zertifikate zu erkennen, hat jeder Browser eine Liste mit sogenannten Stammzertifikaten, die als vertrauenswürdig gelten. Windows aktualisiert diese Liste durch automatische Updates auf jedem Computer. Und genau das macht es anfällig.

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Denn wer den Windows-Nutzern tatsächlich ein Zertifikat unterschiebt, sei oftmals unbekannt. Zwar veröffentlicht Microsoft eine Liste, unter der man solche Zertifikate einsehen kann. Bezweifelt wird jedoch, ob die Liste als vollständig gelten kann. Dagegen schützen könnten sich Windows-Nutzer mit einem Editor-Programm. Dieses unterdrückt die automatischen Updates. Allerdings sollten Windows 8-Nutzer, um Probleme mit fehlenden Zertifikaten zu vermeiden, Mozillas Browser Firefox verwenden. Wer das nicht möchte, sollte sein gesamtes Betriebssystem wechseln.

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