WLAN-Hotspots: Bundesnetzagentur schreibt Überwachung vor

exklusivWLAN-Hotspots: Bundesnetzagentur schreibt Überwachung vor

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Ein Schild weist im verschneiten Estland auf eine WLAN-Verbindung hin.

von Jürgen Berke

Die Bundesregierung will eine seit langem bestehende Lücke beim Abhören von Telefon- und Internetanschlüssen schließen.

Bis zum 31. März 2016 müssen in öffentlichen WLAN-Hotspots mit mehr als 10.000 Teilnehmern alle erforderlichen Techniken zur Überwachung des Telefon- und Datenverkehrs eingebaut werden. Das hat nach Informationen der WirtschaftsWoche der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, angeordnet. „Aufgrund der stetig zunehmenden Marktanteile ist es notwendig geworden, auch diese Angebote in die Überwachung einzubeziehen“, heißt es in einem Schreiben der Bundesnetzagentur, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Die Ermittlungsbehörden sollen so bei der Verfolgung von Straftätern auch via WLAN geführte Telefonate abhören und E-Mails mitlesen können. Bisher hatten die Ermittler keinen Zugriff auf Hotspot-Daten.

Bei professionellen Hotspot-Betreibern wie der Deutschen Telekom und Vodafone stößt das Vorhaben auf Widerstand. Auch Städte, Gemeinden und Vereine, die verstärkt WLAN-Hotspots aufbauen, müssten einbezogen werden, kritisiert der IT-Branchenverband Bitkom. Er fordert eine Gleichbehandlung aller Anbieter.

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