
Facebook lässt erstmals Glücksspiel mit echtem Geld auf seiner Internet-Plattform zu: Britische Nutzer können jetzt im Spiel mit dem Namen „Bingo & Slot Friendzy“ zocken und etwaige Gewinne ausbezahlt bekommen. Es soll nur für Nutzer im Alter über 18 Jahren und nur in Großbritannien zugänglich sein, betonte der Spieleentwickler Gamesys. Es enthalte insgesamt 90 Bingo- und Automatenspiele.
Es ist das erste Mal, dass echtes Glücksspiel auf die Facebook-Plattform kommt. Gamesys bietet das Spiel über seine Marke Jackpotjoy an, die in dem britischen Überseegebiet Gibraltar ansässig ist. Das öffnet der Firma die Tür zum britischen Online-Spielemarkt.
Das Glücksspiel sei in Großbritannien beliebt und geregelt, hieß es weiter. Eine Facebook-Sprecherin sagte, es gebe gegenwärtig keine Pläne für ähnliche Angebote in anderen Staaten. Sie machte keine Angaben zum Anteil ihres Konzerns am Gamesys-Umsatz. Facebook kämpft mit einem deutlichen Rückgang seines Umsatzwachstums.
Facebook & Co.: Die Aktien der jungen Internetfirmen
38 Dollar betrug der Ausgabepreis der Aktie des sozialen Netzwerks Facebook beim Börsengang. Am 18. Mai 2012 startete das US-Unternehmen an der Technologiebörse Nasdaq - die Aktie verlor bereits in den folgenden drei Wochen rund ein Drittel des Wertes. Die Kritiker sehen sich bestätigt – die Unternehmensbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar hat sich binnen weniger Tage als Luftschloss erwiesen.
Auch beim Facebook-Partner Zynga läuft es nicht gut. Schon beim Börsenstart am 16.12.2011 war das Papier des Onlinespiele-Spezialisten kein Grund zum Jubeln: Die Aktie fiel am ersten Handelstag bereits um fünf Prozent unter den Ausgabepreis. Die zehn Dollar pro Aktie hat das Unternehmen seither nur noch selten erreicht.
Zynga und Facebook haben eine fast symbiotische Verbindung: Über das Soziale Netzwerk kommen die meisten Spieler zu Zynga. Der Entwickler verdient sein Geld dabei mit dem Verkauf virtueller Güter wie Traktoren in Farmville oder Gebäuden in Cityville. Facebook bekommt einen Anteil an diesen Einnahmen.
Deutlich besser ist der Restaurant-Bewerter Yelp bei seinem Börsenstart am 2. März 2012 weggekommen. Wegen der großen Nachfrage hatte das Unternehmen, über das Nutzer Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungen bewerten und ihre Erfahrungen teilen können, zuvor den Ausgabepreis von 14 auf 15 Dollar erhöht. Der Kurs der Aktie schoss nach Handelsbeginn gleich um mehr als 60 Prozent nach oben.
Der Online-Rabattdienst Groupon ist sehr gut an der Börse gestartet. Beim Börsengang am 4.11.2011 rissen sich die Anleger um die Papiere, der Ausgabepreis lag bei 20 Dollar. Mittlerweile sinkt aber nicht mehr nur der Stern des Unternehmens, das Rabattgutscheine für Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungen vertreibt, auch der Aktienkurs fällt stetig.
Ganz anders entwickelt sich der Kurs der Aktie des Karrierenetzwerks LinkedIn. Am 18.5. startete das Unternehmen an der New York Stock Exchange mit einem Ausgabepreis von 45 Dollar je Aktie. Seit dem geht es - unterbrochen von kleinen bis mittleren Ausreißern - stetig nach oben.
38 Dollar betrug der Ausgabepreis der Aktie des sozialen Netzwerks Facebook beim Börsengang. Am 18. Mai 2012 startete das US-Unternehmen an der Technologiebörse Nasdaq - die Aktie verlor bereits in den folgenden drei Wochen rund ein Drittel des Wertes. Die Kritiker sehen sich bestätigt – die Unternehmensbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar hat sich binnen weniger Tage als Luftschloss erwiesen.
Auch Zynga, der größte Anbieter von Facebook-Spielen mit Titeln wie „Farmville“, arbeitet laut Medienberichten an einem Glücksspiel-Angebot. Zynga kämpft mit nachlassender Beliebtheit seiner Spiele. Zuletzt brach der Börsenkurs des Unternehmens massiv ein.
Schätzungen der EU-Kommission zufolge lagen die Einnahmen von Online-Glücksspielanbietern in der Europäischen Union 2008 bei mehr als sechs Milliarden Euro. Die Dunkelziffer sei aber hoch, da viele Anbieter illegal operierten. Im Online-Markt habe das Glücksspielwesen den stärksten Zuwachs. Der Umfang werde sich in den nächsten fünf Jahren - ausgehend von Schätzungen 2008 - verdoppeln.














